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Jeschurun · 1858-06-01 · Heft 9 (Juni 1858) · p. 482

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 9 (Juni 1858)
Article
Noch ein Wort zur jüdischen Schulfrage
Date
1858-06-01
Page
482 (sequence 9)
Language
German
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482 Noch ein Wort zm ׳jüdische» Schulsrage, färbt und den kalten Hammer heiß macht und das Rad zusammentrocknet und den Bach versiegen läßt. Nicht der freie Bach, ihre eigene beschränkte Geisteskraft hat sie von Anfang an in dem Lichte arbeiten lassen, das ihrer Geistessonne eigen ist. Das würde auch gar nicht schaden, im Gegentheil die Arbeit würde ein großer Gewtnn sein, um so mehr, je einheitlicher sie sich darstellt, nur muß sie nicht maßgebend für Alle sein, sich nicht als absolute Einheit darstellen wollen. Wir wollen bei diesem einen Lehrer stehen bletben; nehmen wir an er träte einem Schüler entgegen, bei dem Natur, Erziehung und Gewohnheit vorzugsweise die Verstandesrichtung ausgebikdet hat. Das, was den Lehrer begeistert, wird ihn kalt lassen und dieser Unterschied wird sich im Verfolg in entgegengesetzter Richtung steigern; je begeisterter der Lehrer für seine Auffassung spricht, desto mehr wird sie ihm als sentimentale Schwärmerei erscheinen, ja in dem Moment in dem der Lehrer glaubt, in dem Schüler die höchste Begeisterung entzündet zu haben, ist ihm das ganze System; des Lehrers erst lächerlich und dann widerlich geworden. Er wirft es zuerst im Innern, je nach den Umständen auch im Aeußern fort und unter zehn Fällen gewiß neunmal mit dem System das Wesen! das ihm nur als Träger dieses Systems bezeichnet worden. Er versucht es gar nicht, sich dem Eindrücke der ihm indifferent oder zuwider gewordenen Lehre hinzugeben und entgeht so dem Einstuß der Gemüthsrichtung, die dem Judcnthum allerdings auch innewohnt und die gerade dem Verstandesmenschen so heilsam gewesen wäre. Also keine alleinseligmachende Auffassung! Wir gehen aber noch einen Schritt weiter nnd sagen, keinen alleinseligmachenden Glauben! Wir würden den Zweck dieser Zeilen für unvollständig erfüllt halten, wollten wir nicht schließlich diesem Moment einige Worte widmen. Nach unsrer innigsten Ueberzeugnng ist es ein Unglück, daß man überhaupt das Wort ״Glauben" ins Judenthmn hineingeschmuggelt, in dem Gott in seiner erhabenen Weisheit ihm keinen Platz angewiesen hat. Auch das ist uns ein Beweis seiner Göttlichkett und eine Gewähr für feine Ewigkeit, daß es den Glauben wie er in andern Dtsciplineu geboten ist, nicht kennt! Welch ein Widerspruch für den, der die Menschennatnr kennt, liegt auch in den 'Worten: Gebieten und Glauben; kann der Glaube geboten werden? Es bei er sch dir r« be ke se se ve dr di rr T zl n a s f f l 1 I?

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