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Jeschurun · 1858-06-01 · Heft 9 (Juni 1858) · p. 480

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 9 (Juni 1858)
Article
Noch ein Wort zur jüdischen Schulfrage
Date
1858-06-01
Page
480 (sequence 7)
Language
German
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480 Noch etn Wert zur .Wischen Schulfratze. doch dem דין nach nicht anders kann, hinterher bemerkt, daß die Ausführung der Gebote und Verbote nicht von dieser oder jener Auffassung abhängig sei; wenn er nicht von vorn herein seine Erklärung als etwas Sccundaires, und eben seiner Subjcctivität Entsprungenes und dieser Zusagendes hinstellt, wird der Schüler sich immer daran gewöhnen, Ausspruch und Deutung wie eins zu betrachten. Einem solchen Jrrthum gegenüber würden wir bei Weitem den Unterricht vorziehen, der nur die nackten Thatsachen lehrt und baS Gesetz als den Befehl eines weisen Vaters an seine gehorsamen Kinder oder als etn גזרת המלך , als den Ausspruch des absoluten Herrschers gegen seine Unterthancn erscheinen läßt. In seinen tuttürlichcn Folgen ist es noch viel verderblicher, die תורה von der snbjectiven Auffassung eines Einzelnen, als von den Ergebnissen der Wissenschaft abhängig zu machen. Diese sind ein Gemeingut, für das der unterrichtete und denkende Schüler das Judenthum, das er in Schriften und Leben lieb gewonnen, nie hingeben wird; cs wird ihn zum Nachdenken zwingen, wie er in sich die Ausgleichung findet und er wird sie finden; jene aber ist ganz und gar nur Sache des Individuums, die sich in ihrer Totalität gar nicht auf einen andern übertragen und vererben läßt, die sich jedem Individuum anpaffen muß und daher so verschieden ist, wie die Menschen verschieden sind. Darin liegt für uns eben die erstaunliche Größe, die Göttlichkeit des Judenthums, daß seine Lehren und Vorschriften sich jeder Jndividualität anpaffen und in jeder Auffassung von so mächtiger Wirkung sind. Daran erkennen wir gerade, daß der Schöpfer der Thora und des Menschen ein und derselbe ist, daß, wie die חכמים sich so schön ansdrücken חורה קורמת למעשי כראשית, sie ist der Plan nach welchem die Welt geschaffen, nach dem die Menschen gebildet, um derentwillen sie gebildet worden. Wer dem Judenthum diese Eigenthümlichkeit nehmen und es gewaltsam in die Rubrik seiner Personltchen Welt- und Lebensanschauung hineinzwängen will, der raubt ihr diesen göttlichen Vorzug, indem er sie wie Menschenwcrk behandclt. Es ist dieses auch die Idee, die der sprichwörtlichen Anwendung des התורה נררשח נמ״ט פנים zu Grunde liegt. Za, was im ersten Augenblick so gefährlich scheint und uns von Spöttern oft genug zum Vorwurf gemacht wird, daß ״jeder Jude seinen eigenen שולחן ריר sch tur S< Jv in we ter fü' liü sei ter Ml N zu Ji > da fü G nr U< of st ve ta s« 1» hc st ih ui R V 8

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