Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1858)
- Article
- Noch ein Wort zur jüdischen Schulfrage
- Date
- 1858-06-01
- Page
- 479 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Roch «in Wort zu.jüdische« Schulstage. 479 ganismus zu Wege gebracht, und so lange Ke das nicht gethan, so lange müssen wir auch glauben, daß ein höherer Geist das Lebende geschaffen hat!" — Also wenn die Wissenschaft etwas entdeckte, das augenscheinlich erwiesen wäre, wie die Drehung der Erde es ist und das dem Wortlaut der nun widerspräche, oder wenn die Chemie wirklich einmal so wett käme ein lebendiges Organ zu combtntren, dann wäre im ersten Falle die nun und im zweiten, Gott eine Lüge? Wir widerholen es, jemehr uns die nun als unbestreitbare Einheit dasteht, je unabhängiger wir sic von menschlicher Forschung wissen wollen, desto getrennter wollen wir sie von dem Gebiete derselben halten, wir wollen Jedem das Seine geben und lassen; bis die Zeit herangereist, in der Beide ans einen Punkt zusammenkommen, die Zeit von der es heißt: ומלאה הארץ דעה את ד׳ כמים לים מכסיכם Soll nun der Lehrer beim Unterricht in תודה und מצות immer auf den Geist Hinweisen den das Wort und das Gesetz ausspricht, o ist namentlich bei Schülern die schon anfangen selbstständig zu denken und Schlüsse zu ziehen, auf eine andere Gefahr airfmerksam zu machen. Kleinern Kindern gegenüber wird der Lehrer immer Recht thun einfach bei den Thatsacheu und bei dem Thatsächlichen stehen zu bleiben; wo er einem weitern Eingehen auf den Gegenstand nicht ausweichcn kau», oder dieses sonst für zweckdienlich hält, ist die einfachste Erklärung die beste, die dann freilich auch peremptorisch gegebe!: werden muß, um des Kindes Sinn nicht mit Controverscn ju belästigen und durch Grübeleien zu schwächen; wo der Lehrer aber selbstständig denkende Schüler vor sich hat, darf seine Erklärung und resp. Deutung keinen andern Sinn haben, als den, den Schülern zu zeigen, daß allen diesen Aussprüchen ein Geist innewohnt, den wir zu erforschen haben; es muß den Schülern der Weg gezeigt werden, auf dem sie selbst zur Erkenntniß dieses innewohnenden Geistes gelangen können und aus die Abwege aufmerksam gemacht werden, die man bei der Forschung zu vermeiden habe; nicht genug aber können wir vor. dem Fehler warnen, daß der Lehrer in der Begeisterung für seine Auffassung, diese dem Schüler als die allein richtige und inaßgebende hinstellt. Wir halten eine solche Behändlungsweise der תודה nicht nur für anmaßend und unrichtig, wir halten sie auch für sehr gefährlich; wenn der Lehrer auch, was er