Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1858)
- Article
- Grundlinien der jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-06-01
- Page
- 466 (sequence 17)
- Language
- German
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466 Gr««M»1en (itict׳ jüdisch« Symbolik. in jenem des Materiellsinnlichen allein gesucht werden, vielmehr kenne man sich von vornherein sagen, der durch dieses Symbol ausgedruckte Gedanke müsse beide Gebiete mit prägnanter Wesentlichkcit combinirt umschließen. Die göttliche Verheißung, ארבה אוחך, verspreche Sinnliches. Die Bedingung, היה המים, fordere Sittliches. Unser Ergebniß umfaßt in der That beides , das Sinnliche und Sittliche in höchster Prägnanz. Das Objekt des Symbols, בשר ערלה, repräsentirt die Sinnlichkeit in weitester Potenz. Der Akt des Symbols מילה drückt den höchsten Akt der freiesten Sittlichkeit ans. Beide zusammen fordern die sittlichste Behandlung des sinnlichsten Lebens. Wir haben bereits vorübergehend die Verwandtschaft unseres מילה-Gedankens mit dem an der Spitze der ^׳v-Urkunde stehenden ll'ON-Charakter angedeutet. Und in der That, vergegenwärtigen wir »ns Alles, was wir über diesen Begriff ans seinem Gebrauche in nnsern heiligen Schriften hervorgehoben, wie er namentlich die ausn ahmlose Hingebung eines Wesens in allen seinen Th eilen an Eine Bestimmung enthält und als Menschencharakter insbesondere weniger die Beziehungen des Menschen in seinen menschenbürgerlichen, als in seinen individuell menschlichen Verhältnissen berührt, so dürfte in Wahrheit zum Ausdruck der sittlichen freien That jener steten Selbstcontrollirung, die die- Vollendung des ll׳on-Charakters fordert, kaum eine entsprechendere symbolische Handlung gefunden werden, als מילה בשר ערלה׳. Und nun diese, durch מילה so prägnant veranschaulichte Au forderung,המים zu sein, durch die Verkündung '׳ א' שnetngeleiteit, diese Anforderung, sich frei über die leibliche Sinnlichkeit zu erheben, sie frei zu beherrschen und ihr überall mit der Kontrolle des Maßes, des Zieles und der Begränzung zu begegnen, מילה, ganz eigentlich im Namen des 'א' ש gefordert, — in welch innigem Zusammenhänge steht dieser Gottesname mit dieser Gottesanforderung an den Menschen und welche mäü dich sein dnkt dich daß Gre du ntch mn mn Mc mes scir dir ילה Be wn sch nie Sanktion, Gewähr und Bürgschaft, wird eben durch diesen Gottesnamen dieser Anforderung erthetlt! Siehe deinen Gott! Er ist nicht die gebundene, in die sinnliche Welt ausgehende Naturkraft des Hetdenthums und des Philosophems, er ist ■א׳ ש, er ist der freie, über und außer der Natur freistehende, und diese Natur und ihre Kräfte mit seiner überall Maß und Ziel setzenden Waltung, all hei Ä, hei du Le «1 A ai G vc 8< si'