Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1858)
- Article
- Grundlinien der jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-06-01
- Page
- 463 (sequence 14)
- Language
- German
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XV. Mikh. 408 >-!n ft üt r- :t= :et; n,|>; עי 11b!■ >ic S ix' . . i icr ,״׳■ cn n a= :re ng ern ich ierls .iesch inche cdc 1aro. ob dir Redefigur der symbolischen Handlung ihren Ursprung verdankt, oder dies« Handlung zum Ausdruck jenes Gedankens bestimmt worden, weil sie bereits in der Rede als Tropus für diesen Gcdanken vorhanden war. Welchen Gedanken würde nun מילת בשר ערלחנו als symbolische Handlung parallel mit der in der Rede gebräuchlichen Metapher מילת ערלה ausdrücke», und in welchem Verhältniß stünde dieser Gedanke zu dem Bündnisse für welches dieselbe als אוח ברית, als Bundessymbol ungeordnet worden? Aus dem Gesichtspunkt dieser Metapher würde für das Objekt, an welchem die Beschneidung zu vollziehen ist, der Name ערלה sagen, daß ihm ohne die Beschneidung und außerhalb des Bundes- Verhältnisses, für welches die Beschneidung es in Anspruch nimmt, die Beherrschung abseite» des Menschen fehle. Es könnte nur zweifelhaft sein in wie wett der Begriff dieses Objekts zu nehmen sei, ob es lediglich als das Organ und als Repräsentant der durch dasselbe vermittelten Funktionen dastche, oder ob es selbst nur als Stellvertreter des ganzen sinnlichen Menschenleibes in diesem Symbole erscheine. Da cs gerne tu Verbindung mit בשר austrttt, ערל בשר ,בשר ערלה, so dürfte schon daraus Veranlassung sein es in dieser letztern weitern Bedeutung, also als Repräsentanten der ganzen sinnliche» Leiblichkett des Menschen überhaupt zu begreifen. Die Ausgabe diese ערלה zu beschneiden, näher: למול בשר ערלה, würde ferner die Ausgabe setzen, unfern sin nlich en Leib nicht ערלה sein, nicht sich selbst zu überlassen, sondern ihm entgegenzutreten und ihn für das Bündntß, für welches diese Handlung das Zeichen sein soll, in Beherrschung zu nehmen. Daß aber Schneiden im jüdischen Gedankenkreise als Metapher und Symbol für jene feste Wtlleusentschetdung und Selbstbestimmung gewählt werden konnte, die׳ eben in Beherrschung der leiblichen Sinnlichkeit zur Bethätigung kommen muß, das dürfte noch daran eine nicht unwillkommene Stütze finden, daß die Begriffe: entschließen, bestimmen, entscheiden, überhaupt im Hebräischen vorzugsweise durch Ausdrücke des Schneidens und Trennens ihre Bezeichnung sinden. So נחתך על עמך ,חתר — ,ואת אשר מור עליה,ותמר אמר,( ו ר (Daniel 9, 24), — כן משפטך אחה הרצח ,חרק (Kon. 1, 41), das spätere פסק — selbst wahrscheinlich ואשבר'עליו חקי ,-שבר