Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1858)
- Article
- Grundlinien der jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-06-01
- Page
- 459 (sequence 10)
- Language
- German
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IV. Mttsh. 459 also der Kreis der materiellen Menschenbeziehungen dar. Von anderer Seite steht die Beschneidung in enger Beziehung zu der von Abraham zu erfüllenden Bedingung dieses verheißenen Gottessegens, ja sie bildet selbst einen Thetl, ja das Zeichen, den Ausdruck dieser Bedingung. Diese Bedingung, welche der ganzen Institution in dem Satze 'החהלך לפני וגו voransteht, setzt aber , wie wir erkannt haben, durchaus nur die Lösung einer sittlichen Ausgabe als Bedingung des verheißenen reichen Segens. Es heißt nicht, sei fleißig, arbeite, pflege Ackerbau, Industrie und Handel, so werde ich dich in reichem Maße mehren. Sondern, wandle vor meinem Angesichte und sei sittlich ganz! Hiermit sind wir also vielmehr rein auf das Gebiet des Sittlichen gewiesen. Das Objekt, an welchem der symbolische! Akt zur Vollziehung kommt, steht ganz im Kreise jener materiellen,! sinnlichen Beziehungen des leiblichen Daseins, deren Blüthe der s Bund verheißt. Der Akt selbst soll aber Thcil und Zeichen der Bun-; despflicht sein, die die Bedingung zu jener verheißenen Blüthe bildet, 1 und diese Bedingung ist eine rein sittliche Aufgabe. Die Bedeutung der Beschneidung kann daher nur in beiden Ge- . bieten combinirt zu suchen sein, und es müssen in derselben beide Momente, das materiell Sinnliche und daS j geistig S i tt li.ch e, in prägnanter Wesentlichkeit hervortreten. Z. Wir fragen »ach der sprachlichen Beziehung dieser Handlung, sowie nach dem metaphorischen Gebrauch der etwa von derselben bereits im Gebiete des heiligen Schriftthnms gemacht Wird,!und vcrsuchen zu ermitteln, -was sich hieraus vielleicht für die Bedeutung dieser Institution ergeben dürfte. Der gewöhnliche Ausdruck für die Handlung der Beschneidung i ist: מול, davon מילה (obgleich einige Formen auch von גמל abgeleitet zu sein scheinen). Den Gegensatz der מילה, den Zustand deS Nichtbeschnittenseins, drückt ערלה ,ערל aus. Betrachten wir beides im -Gebiete der heiligen Sprache. a. טול. Obgleich das Abschneiden d r Vorhaut auch mit פרה, dem all-! gemeinen Ausdrucke des Abschileidens bezeichnet werden konnte und j auch dafür dieser Ausdruck in 2) והכרת אה ערלה פגה B. M. IV. ,25) verkommt, so ist doch der spccifischc Ausdruck für die Beschneidung