Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1858)
- Article
- Grundlinien der jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-06-01
- Page
- 458 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Grundlinien einer jüdischen Symbolik. 438 werden eingeleitet «nt den Worten: אני הנה בריתי אחך , diese mit: יאחה את בריחי השלגור־. Gott verheißt dem Abraham den Segen einer blühenden Bevölkerung והפריתי , den ewigen Besitz des Kanaanttischen Landes ונתחי לך und eine stete göttliche Fürsorge und Leitung והייתי להם לאלדי'• Demgegenüber wird von Abraham und seinen Nachkommen erwartet, daß auch sie ihrerseits den Bund halten und vererben werden, ואחה אח בריתי תשמור ובו' לררתם und es wird diese von Abraham und seinen Nachkommen zu erfüllende Bundesverpfltchtung sodann eben durch das Gebot der Beschncidung näher bestimmt: את בריחי אשר תשמרו ובו' המול לבת בל!בר!. Das Beschneiden alles Männlichen steht somit zuerst hier selbst als Bundesverpflichtung und wird sodann im folgenden Vers als Bundeszeichen erklärt והיה לאות ברית, oder die Vollziehung der Beschneidung ist dte Psticht, j die vollzogene Beschnetdung das Zeichen des Bundes. Die ganze Idee : dieses gegenseitigen Bundesverhältnisses steht aber an der Spitze dieses Vertrages, gleichsam als Einleitung zu demselben, in zwei ■ kurzen Sätzen ausgesprochen, in welchen eben das Eingehen dieses ׳ Bundes Abraham zur freien Entschließung vorgelegt ward. Dort! steht aber die von Abraham zu erfüllende Seite als diejenige voran, j über welche Abraham eben sich zu erklären hatte, und ihr folgt die j in deren Folge von Gott zu gebende Verheißung. Die von Abraham zu erfüllende Seite lautet dort: התהלך לפני והיה תמית, die daran sich knüpfende Gottesverheißung: ואחנה בריחי ביני ובינך וארבה אותך במאר מאד. Ermitteln wir nun aus dein Zusammenhänge den Gedanken» kreis, innerhalb dessen wir die Bedeutung der symbolischen Handlung der Beschneidung zu suchen haben, so sehen wir dieselbe im Ausammenhange mit zwei Gebieten, innerhalb deren wir ihre Bedeutung zu suchen hätten. Die Gottesvcrheißung, welcher sie als Bedin- : gung gegenüber steht, bewegt sich rein im Gebiete des Materiellen. Es ist eben die Fülle und Dlüthe des materiellen Daseins, die verheißen wird. Volksmenge, Boden, Gottesbeistand, Alles Momente eines reichgesegneten Menschen- und Völkerdaseins. Das Object, an welchem die Beschneidung zu vollziehen ist, gehört auch seiner orga-! nischen Bestimmung zufolge zunächst der materiellen leiblichen Sette des Menschenwesens an, ja diese materielle leibliche Seite dürfte gerade in ihm eoneentrtrt erscheinen. Von dieser Sette bietet sich