Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1858)
- Article
- Grundlinien der jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-06-01
- Page
- 457 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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IV. Milah. 457 werden lassen!" Abram warf sich ans sein Angesicht, (gab sich damit der ergangenen Aufforderung ganz hin), da sprach Gott א׳ weiter mit ihm: (Die ersten Sätze waren die Aufforderung zu einem freiwilligen Eingehen des Bündnisses. Sie tragt der Name 'ד. Nachdem das Bündnisi freiwillig cingegangen war, erwuchs das Verhältnisi innerhalb dieses Bundes zu dem Rechtverhältniß der Pflicht, dem gegenüber der Name אלרי׳ entspricht.) ״Ich, meinerseits — siehe, mein Bündnisi ist mit dir und du wirst zum Vater einer Fülle von Völkern. Nicht mehr soll dein Name Abram genannt werden, Abraham soll dein Name sein; denn zum Vater einer Fülle von Völkern habe ich dich bestimmt. Ich lasse dich in reichem Maße blühen, lasse dich zu Völkern werden und Könige von dir ausgehen. Ich halte meinen Bund zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir allen ihren Geschlechtern zum ewigen Bunde anfrecht dir Gott zu sein und deinem Same» nach dir. Ich gebe dir und deinem Samen nach dir das Land deines Aufenthaltes, das Land Kanaan, zum ewigen Besitz und werde ihnen Gott sein. Aber auch du, sprach Gott zum Abraham, mußt mein Bündntß hüten, du und dein Same nach dir für alle ihre Geschlechter. Dies ist mein Bündntß, das ihr zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir hüten sollt: Beschnitten soll euch jeder Männliche werden! Beschneiden sollt ihr das Fleisch eurer Vorhaut und das sei zum Bundeszeichen zwischen mir und euch. Acht Tage alt soll euch jeder Männliche bei allen euren Nachkommen beschnitten werden, dem Hause Geborener - und durch Kauf Angehöriger von jeglichem Fremden, der nicht aus deinem Samen ist. Beschnitten, beschnitten werde der deinem Hause Geborene und der durch deinen Kauf Erworbene, und so werde mein Bund an eurem Fleische zu einem ewigen Bunde. Ein unbeschntttener Männlicher, der das Fleisch seiner Vorhaut nicht beschneidet, diese Seele soll aus ihren Kreisen vernichtet werden; meinen Bund hat er zerstört." Prüfen wir diese EtnsetzungSurkuude der Institution der Beschneidung, so trägt sie völlig die Form eines Vertrags. Es wird ein Bund zwischen Gott und Abraham und seinen Nachkommen errichtet. Es werden zuerst die Zusagen, deren Erfüllung Gott seinerseits innerhalb dieses Bundes verheißt, und sodann die Verpflichtungen genannt, : die dem gegenüber Abraham und seinen Nachkomme» obliegen. Jene