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Jeschurun · 1858-05-01 · Heft 8 (Mai 1858) · p. 419

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 8 (Mai 1858)
Article
Aus Hannover
Date
1858-05-01
Page
419 (sequence 3)
Language
German
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Corrchonderiz, 419 6.un(1I ,bet {ttnern., geheimen Stimme seines! Gewissens fordern: wo haben. wir unwahre oder entstellte. Thatsachen berichtet? Wir. beziehen diese Frage nicht nur aus unseren, letzten Artikel, wir dehnen sie auch auf unsere sämmtlichen Cvrrespondenzen aus. Ist es unwahx, wenn wir darauf.hinwiesen, wie.wenig der.jüdische.Geist in unserer Gemeinde rege ist, wie wenige Jünglinge in unserer Gemeinde eine Keyntniß . besitzen von dem, was Jude sein, heißt, wie gering es. ist was , unsere Töchter, trotz. Consirmantenunterrichts und Religionsschule von dem Thorageiste mit in's Lehen nehmen? Haben wir entstellt oder gelogen in unserer Beschreibung der hiesigen Stiftungen, der hiesigen Religionsschule; ist es eine Lüge, ode.r nicht vielmehr nallte Wahrhe.it, wenn wir gesagt: daß-über unsere Religionsschule die öffentliche Meinung längste ihr Urthcil gesprochen, daß von ihren Leistungen die Unwissenheit unserer Jugend das traurigste Zeugniß ablegt? — Und endlich haben wir Lüge oder Wahrbeit in unserer Besprechung des Lehrerseminars mitgetheilt; ist cs unwahr, wenn wir berichtet,, daß kein einziger Seminarist des nähern. Umgangs der Leiser des , Seminars gewürdigt wird, — daß diese Nichts thun, die Seminaristen, zu sich heranzuziehen, — daß sie derart zurückgesetzt sind in den Augen vieler Gemeindeglieder,. daß man sich in vielen Häusern nicht entblvdet, ihnen das Mittagsbrod in, der Küche zu reichen;— ist, es Lüge was wir von .dem Unterrichte, erzählt?? — Haben wir in diesem Allen gelogen,und. entstellt, nicht, vielmehr gerade nur das berichtet, was ja einem. Jeden״ der nur sehen, will, längst bekannt und . klar ist, nur das — wir wagen Nichts bei bei der Behauptung — was Herr Landrabbiner vr. Meyer sicher-, lich, mit uns und dem größten Thetle , seiner Gemeinde als Wahrheit anerkannt hat? Mit welchem Mnthe Herr Dr. Meyer uns des ,,kleinlichen Spionirens". bezüchtigen konnte, wo wir offen darltegende Thatsachen erzählt; darüber wollen wir ans. Achtung vor der Person des Landrabbiners schweigen. Uns bedünkten. es keine Kletnigfetten zu sei», die wir zum Gegenstände unserer Anschauung und unseres hlrtheils erwählt; füx uns existiren keine Geringfügigkeiten,, wenn in, diese, Geringfügigkeiten das jüdische Heiligthum eingesargt wird und .wir .haltey. es weder für ״kleinlich" noch für ״Spioniren" die Krebsschäden unseres Gemetndekörpers blos zu legen. Mögen diejenigen, die durch, Amt. und Stellung berufen ,sind, über das,(«-׳

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