Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1858)
- Article
- Zulika
- Date
- 1858-05-01
- Page
- 410 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Z«M. &lö konnte. Er ließ Ziilika in den Kerker bringen. Als man glaubte daß Leid und Entbehrung ihre junge Kraft genugsam mürbe gemacht hätten, zum Islam überzutreten, wurden Judenfrauen zu ihrin's Gefängniß gesandt; die durch Versprechen aller Art und durch das Beispiel ihres -eigenen ׳Lebens Znlika zur Nachgiebigkeit veranlassen sollten. Diese Frauen entledigten sich ihres Auftrages in vollstem Maße. Alle Herrlichkeiten, die das sinnliche, südliche Herz reizen konnten, alle Vorstellungen, die nur der Verstand zu erklügeln vermochte, alle Schrecknisse, die auch den tapfersten Mann zu erschüttern im Stande wären, wurden aufgeboten, aber vergeblich; an dem festen, Gott ergebenen Sinn des Mädchens prallten alle Angriffe, die einen wie die andern, spurlos ab. Sie antwortete in ihrer srommen ruhigen Weise: Ihr wollt mich überreden? Das Erdendasein ist ja nur ein vorüberziehcnder Schatten, wie ein flüchtiger Augenblick in dem ewigen Leben; lieber eine kurze Stunde in Unglück und Schmerzen und ewige Seligkeit, als ein Leben der Freude und Woltust, dem die unendliche Zeit der Reue im Jenseits folgt. Jeder Mensch muß sterben, selbst der Höchste und Mächtigste fällt den Würmern zum Beute; nur der Herr der Heerschaaren ist ewig, seiner Waltung unterwerfe ich mich willig. Ihr sagt, der leiseste Wunsch meines Herzens solle verwirklicht werden, nun wohl, ich flehe zu Gott, daß er mir Kraft und Stärke in seinem Dienste verleihe, daß ich würdig sei Tochter des jüdischen Volkes zu heißen; laßt mich nur schnell enden. Einen letzten Versuch wollte der Prinz anstellen. Er ließ die Chachamim der Stadt rufen und erklärte ihnen, das Leben sämmtlicher jüdischen Einwohner sei in Gefahr, gelinge es ihnen nicht, Znlika seinem Begehr willig zu «rachen. Zitternd für ihr eigenes Leben und das-Leben ihrer Brüder verfügten sich die Chachamim in den Kerker. Siewiesen das gepeinigte Mädchen auf das Beispiel Esthers's hin, durch deren Einfluß so großes Heil ihrem Volke erwachsen. Zulika wies aber auch sie mit der Antwort zurück: Esther hatte nicht nvthig, dem väterlichen Heiligthume zu entsagen, ich soll ihm untreu werden. . Haltet ihr das für erlaubt, wohlan, so gebet Eure Tochter dem Fürsten hin; ich erfülle das Gesetz wenn es Gottes Wille ist, mit meinem Tode. mr wa der A» letz un sei Nc da Hc un au Rc see stv au pH eit: un HO El vci 18 ihi chc ha Al Z׳ eil sch