Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1858)
- Article
- A. Haesters' Lehr- und Lesebücher für israelitische Schulen [Rezension]
- Date
- 1858-05-01
- Page
- 401 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2932754-2932849-2932858-2942275--03593-2942330- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1. Die? Fibel.׳ 401 sammengestellt ist. Es ist da geradezu die Anleitung zu einer unkorrekten Leseweise gegeben. Unter derUeberschrist: Wörter, deren Sylben nur einen Consonanten haben finden fich: שתה׳ u. s. w. אתה עתה גבי עלי פנו 2ןלר _רבו בתי לבי טפי . deren erste Sylbe doch in Folge des Dagesch forte aus zwei Consonanten besteht. Dem gegenüber finden die Kinder unter der Aufschrift: b. deren erste Sylbe zwei Consonanten hat, gebildet 1. durch das Schwa inmitten des Wortes:אבדו׳ חכמה׳ יקדו׳ חרבה׳ «לאה u.s.w.,עב די שמרי׳ ניגשי, «. s. w. Wörter,kderen erste Sylbe ja durchaus nur aus einem Consonanten besteht, indem der lange Bokal das Schwa zum mobile macht, das somit nicht die erste Sylbe schließt, sondern die folgende beginnt. Die Sylbenabtheilung ist daher eine völlig irrige und die Kinder, die nach dieser Anleitung lesen, lesen falsch. Diese unrichtige Anleitung findet fich auch in allen folgenden Leseübungen. So lernen die Kinder, daß in den Wörtern: ,וקרבתם׳ וקשרתם, וכתבתם alle drei Sylben aus zwei Consonanten bestehen, daß in:,ות.קפתיו וב קוטף die erste Sylbe zwei Consonanten habe u. s. w. Dabet enthalten diese Lesestücke eine Masse völlig sinnloser, sprachwidriger. Wortbildungen, wir verzeichnen betspielweise: ,׳ שלי׳ שיבי,”fl הבי׳ תהו׳ דפי, רטיו׳ פדה׳ קומי׳ ניוצי׳ ציוחי׳ וירוה׳ סרו׳ באו׳ מטתקמף׳ מט ־3 : : *••־יי:׳ :VT'1• * ־ ” T T T T!צפ צפי הו und wäre in der That zu wünschen gewesen der Herr Verfasser hätte sich den Grundsah Haesters' in seinem Vorwort zur Fibel: Das Kind soll nichts Inhaltloses lesen, das Kind soll nichts Falsches lernen! zur ersten Richtschnur dienen lassen. Während diese Beispiele sich durch ihre Zusammenstellung nicht als Druckfehler ergeben, ist im Uebrtgen auch der Druck der Fibel nicht correkt, was eben bei einer hebräischen Lesefibel sehr bedauerlich ist. Insbesondere schlecht sind auch die die kaum von ה zu unterscheiden sind. Dieser, wie es auf dem Titel heißt, ״nach einer neuen Methode bearbeiteten" hebräischen Lesefibel fehlt somit durchweg die grammatikalische Grundlage, sie ist selbst eine sehr ergiebige Anleitung zum Falsch-Lesen und können wir daher nicht mit ihr rechten, daß sie dem spätern hebräischen Sprach-Unterricht in keiner Weise in die Hände arbeitet. Wir würden sonst auch noch Hinsicht- ׳ ltch der kleinen Vokabularien die Bemerkung zu machen gehabt ha-