Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1858)
- Article
- A. Haesters' Lehr- und Lesebücher für israelitische Schulen [Rezension]
- Date
- 1858-05-01
- Page
- 400 (sequence 7)
- Language
- German
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400 A. Hkkstkrs' Lehr- und Lesebücher für Israel. Schulen. Bearb. v. E. Hecht Betrachten wir nun die von Herrn Hecht für die jüdische Ingend bearbeiteten Bücher und zwar zuerst: Die Fibel. Die Haesters'sche Fibel ist in ihrer ursprünglichen Gestalt uns nicht zur Hand und können wir daher nicht mit Sicherheit beurtheilen, welche Veränderungen die Bearbeitung des Herrn Hecht mit derselben vorgenommen, müssen uns daher aus das beschränken, was unbezweifelt als Arbeit des Herrn Hecht dasteht. Wir verzichten auch für jetzt aus eine Besprechung ob der Schreibleseunterricht, für welchen diese Fibel berechnet ist, sich für jüdische Schulen, in welchen die Kinder gleichzeitig auch Hebräisch lesen lernen, eignet, und ob nicht überhaupt eine Fibel vorznziehen wäre, in welcher der dargebotene Lesestoff zugleich dem künftigen Sprach-Unterrtcht vorarbeitet, auf welchen diese Fibel gar keine Rücksicht nimmt. Vielleicht finden wir einmal Gelegenheit den Entwurf einer deutschen wie hebräischen Lesefibel für jüdische Schulen insbesondere zu besprechen. Für jetzt betrachten wir nur dir von Herrn Hecht der Haesters'schen Fibel beigegebeue Arbeit. Diese besteht vornehmlich in einer betgefügten Hebräischen Lese-Fibel und einer als Anhang gegebenen Biblischen Geschichte für Anfänger. Schlagen wir zuerst diese hebräische Lese-Fibel auf, so bedauern wir, sofort bei der ersten Zeile stille stehen zu müssen. Herr Hecht giebt den Laut der Vokalzeichen mit den entsprechenden deutschen Vokalen an und bezeichnet: ךmit © und ebenso s mit 0! Abgesehen davon, daß dies einen ganz neuen Zwitter-Dialekt erzeugen heißt, denn die Mundart, welcher s o lautet, spricht דals a, so ist's überhaupt ja auch nicht die Absicht dieser Fibel den Kindern das Lesen nach der sogenannten portugiesischen Aussprache zu lehren — was ja auch ohnehin zweckwidrig wäre da in den deutschen Synagogen durchaus die andere Aussprache vorherrscht — sonst hätte ja auch iw den Consonanten das רן nicht als dem f entsprechend gelehrt werden können. Es ist daher unbegreiflich warum nicht dem 1 die richtige Diphtongbezetchnung au geworden? Ebenso unrichtig und nur einer fehlerhaften Aussprache Vorschub leistend ist eS, daß das 2 mit f, w, angegeben worden. Eine durchaus ungrammatikalifche Lesewetfe liegt aber dem Lesestoff zu Grunde, der in den ״Hauptübungen" zum Leseulerne» zu-