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Jeschurun · 1858-05-01 · Heft 8 (Mai 1858) · p. 396

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 8 (Mai 1858)
Article
A. Haesters' Lehr- und Lesebücher für israelitische Schulen [Rezension]
Date
1858-05-01
Page
396 (sequence 3)
Language
German
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396 A. HaesterS' Lehr- und Lesebücher für iftael. Schulen. Bearb. v. E. Hecht übergeben wurden. Ae freier, je frischer endlich noch die Kinderseelen sind, je bedeutender daher extensiv und intensiv die?Weckung der ersten Eindrücke sein müssen, die der erste Unterrichtsstoff auf ibre Seelen übt, um so hoher ist die Sorgfalt anzuschlagen, die sich eben den ersten Lehr- und Lesebüchern unserer Kleinen zuwendet. Die nichtjüdische Jugend kann sich nun auch in der That nicht beklagen, daß etwa ihren geistigen Bedürfnissen nicht die gehörige Rechnung getragen werde. Die Schul- und Jugendliteratur ist ein in Deutschland mit großem Eifer und mit mehr oder minder glücklichem Erfolg an gebautes Feld. Allein die jüdiscke Jugend steht noch verwaist da. Die Bedürfnisse der jüdischen Jugend und ihrer Unterrichtsanftalten sind noch kaum mit dem gebührenden Ernste in Er- Wägung gezogen. Speciell für die jüdischen Lehr- und Bildungszwccke der Jugend gearbeitete Schriften giebt es nur wenige und von diescn Wenigen ist nur Weniges brauchbar. Herr Emanuel Hecht hat sich nun ans diesem Bedürfnisse gecigneter Lesebücher für jüdische Lehranstalten — ״zumal bei der gegenwärtigen, in Schulen und Lehrschriften scharf ausgeprägten confessionellen Strömung der Zeit" — wie cs in der Vorrede zu dem zuerst erschienen Lehr- und Lesebuch für die Oberklasse heißt — veranlaßt gesehen, die des Beifalls der pädagogischen Welt sich'erfreuenden Haesters'schen Lesebücher für Ober- und Mittelklassen, sowie die Fibel für jüdische Schulen zu bearbeiten. Er. erkannte es zu diesem Ende als seine Aufgabe, die in dem. Buche vorhandenen christlichen Anschauungen, Begriffe und Erörterungen, wie die Anklänge an das positive Chrtstenthum zu entfernen, ״das Buch mit specifisch-jüdischen Ideen auftreten zu lassen, dem allgemein humanistischen Stoffe einen positiv jüdischen zuzugesellen und endlich auch gewissermaßen für die Emanctpation der rabbinischen Geisteserzeugnisse zu pädagogischen Zwecken zu sorgen, indem auch Sagen und Erzählungen jüdischer Weisen, wie der Geschichte der Juden neben denen anderer Nationen ein gleichberechtigter Platz anzuweisen war." Ein Bestreben, das an sich gewiß allseitiger dankbarer Anerkennung gewiß sein dürfte. Indem wir nun im Interesse der jüdischen Jngendbildung besonders die specisisch jüdischen Elemente einer würdigenden Beleuchtnng unterziehen wollen, mit welchen Herr Hecht diese Bücher ausgestattet, glauben wir zuvor in Veranlassung der andern Sette diesc B di w de hc nt de I tu ei m ui pr de ge üb nt S sü UN sch cht © j'H be: jüi W W Gl M D,

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