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Jeschurun · 1858-05-01 · Heft 8 (Mai 1858) · p. 397

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 8 (Mai 1858)
Article
A. Haesters' Lehr- und Lesebücher für israelitische Schulen [Rezension]
Date
1858-05-01
Page
397 (sequence 4)
Language
German
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l. Dir Fibel. 39? ht id, en en en cht ge in!M x- :t־ :rcke X' e-!er en ■nt •X' en >te!m en as en en 5le en er a- 11, te. «8 hsieser Arbeit — der Beseitigung des positiv Christlichen — uns eine Bemerkung erlauben zu dürfen. So zweckmäßig und wünschenswerth im Allgemeinen vom jüdischen Standpunkte eine solche Purifieirung der Lehr- und Lesebücher wäre, die wir unfern Kindern in die Hände geben, so halten wir doch dafür, daß man darin nicht eben allzuängstlich zu sein nöthig haben dürfte. Bücher, die ihre ganze Welt- und Lebens-Anschauung mrr vom christlich-eonfessionellen Standpunkte bieten, eignen sich in der That nicht zu Unterrichts- und Bildungsmitteln für die jüdische Jugend. Allein wenn im Buche allgemein die rein menschliche, vom Gottesgedanken getragene Anschauung verwaltet, so sehen wir keine Gefahr darin, wenn auch hier und da die christliche Gedankenrichtung, ja das im Leben verwirklichte Christenthum zu Tage tritt. So weit unsere Erfahrung reicht, ist daraus wohl noch nirgends ein Nachtheil erwachsen. Za wir glauben, daß Schüler der mittler« und vbern Klassen mit dieser christlichen Anschauungs-, Empfindlings- und Lebensweise nicht unbekannt bleiben, dies Alles jedoch vom Standpunkte des Judenthums aus würdigen lernen sollten. Werden sie sich denn nicht einst im Leben mitten unter christlichen Elementen bewege», ja, treten ihnen nicht selbst im Kinderleben christliche Elemente überall entgegen und sollen sie nicht mitten in dieser christlichen Welt ihre jüdische Denk- und Handlungsweise treu bewahren und mit innigem, ungetrübtem Selbstbewußtsein zur Verwirklichung bringen? Sorge man nur dafür, daß ihnen das rechte Bewußtsein für ihr jüdisches Element aufgehe, daß ihnen das rechte, wahre Verständniß und eine darauf fußende innige, warme Begeisterung für ihr jüdisches Element nicht fehle, so wird ihnen die Bekanntschaft mit dem christlichen Elemente nicht schaden, ja wird selbst nur ihr jüdisches Selbstgefühl noch erhöhen und ihre werthschätzende Begeisterung für jüdisches Denken und Leben und für die ganze göttliche Institution der jüdischen Geschichte und Lehre — dieser einzigen Quelle alles jüdischen — und fügen wir es nur gleich hinzu — und christlichen Wahren und Guten mir steigern. Mag immerhin der christliche Denker sich der Erleuchtung der Geister, der Veredlung der Gemüther, der Gesittung und Humanisirung der Völker, als vom Christenthum der Menschheit gebrachten Wohlthaten freuen und sie als solche schildern! Der jüdische Denker freut sich des mit ihm, sieht aber tu jedem

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