Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 7 (April 1858)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-04-01
- Page
- 386 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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386 GiMditnikii e!»m juhtsche» S^mholik UI. Moment vermag man aber von Außen nur durch Weckung bestimmter Vorstellungen und Gedanken einzuwirken. Der Tempel selbst und alle damit gegebenen Veranstaltungen und Handlungen müssen daher Mittel sein, solche Vorstellungen und Gedanken hervorzurufen, die in geeigneter Weise auf das sittliche Moment einzuwirken vermögen, das ganze Heiltgthum mit allen damit in Verbindung stehenden Gesetzen, die positiven und die negativen, was das Heiltgthum fordert und was es zurückweist, kündigt sich somit in seinem symbolischen Charakter an, und wir werden in סדר קדשים וטהרות ein ganzes Gebiet symbolischer Gesetze zu erwarten haben. Daß die Vorschriften über טוטאה וטהרה mit dem sittlichen Moment in enger Beziehung stehen müssen, das springt namentlich in dem Nasir-Gesetze deutlich in die Augen. Der Nasir hat Enthaltsamkeit gelobt. Der sittliche Zweck des von ihm freiwillig übernvmmenen Zustandes ist daher evident. Drei Dinge werden ihm nun vorgeschrteben: תגלחת ,כל היוצא מן הגפן und טימאת מת, Enthaltsamfeit von aller Frucht des Weinstocks, das Wachsenlassen seines Haupt- Haares, die Fernhaltung von jeder Leiche. Die Beziehung der ersten Bestimmung, des Weinverbots, zu dem sittlichen Zweck seines Gelübdes, ist an sich klar. Der Zusammenhang des Haarwuchses und die Fernhaltung vom Todten mit diesem Zwecke kann jedoch nur in deren symbolischen Auffassung gesunden werden, And gerade diese beiden,׳ ganz besonders aber טומאת מת, treten in überwiegend wesentlicher Bedeutung hervor. Der Haarwuchs heißt ״ מר אלריוdie Krone seines Gottes auf seinem Haupte. טומאת מת, die Fernhaltung vom Todten, muß aber in so enger Beziehung zu dem sittlichen Zwecke seines Gelübdes stehen, daß, während wenn er selbst absichtlich Wein getrunken oder sein Haar geschoren damit die übrige Erfüllung seines Gelübdes nicht aufgehoben ist, — jedes in Berührungkommen mit einer Leiche, selbst, wenn er ganz ohne Absicht und wider seinen Willen dazu gekommen, die ganze bereits gelöste Erfüllung seines Gelübdes aufhebt, er sein ganzes Gelübde auf's Neue erfüllen muß, והימים הראשגים יפלו! Derjenige aber, der etwa die symbolische Bedeutung der Opfer in Zweifel ziehen wollte der wolle nur einmal vorläufig das Opfer des Widders in Erwägung nehmen, den Abraham ״an der Stelle seines Sohnes", תחת בגו, zum Opfer brachte. Es hatte Gott die