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Jeschurun · 1858-04-01 · Heft 7 (April 1858) · p. 387

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 7 (April 1858)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1858-04-01
Page
387 (sequence 16)
Language
German
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Grundlinien einer jüdischen SymboM UI. 387 höchste Probe von ihm gefordert, die Opferung Jtzehaks, der den ganzen Zweck seines mehr als hundertjährigen Lebens forttragen sollte, in dem er daher seine ganze ׳ Vergangenheit und Zukunft hingeopfert hätte. Gott hatte es gefordert. Abraham hatte gehorcht, wurde aber im Vollzüge selbst von Gott zurückgehalten. ״Lege keine Hand an den Jünglings rief ihm ein Engel vom Himmel zu, ״und thue ihm nicht das Geringste! Denn jetzt habe ich erkannt, daß Du gottesfürchtig bist und hast mir Deinen Sohn, deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten!" Da Hub Abraham seine Augen auf und sah, siehe da war ein Widder', darauf ward er vom Dickicht an seinen Hörnern festgehalten! Da ging Abraham hin und nahm den Wtdder und brachte ihn zum Ganzopfer an die Stelle seines Sohnes — Wenn hier in diesem Opfer nicht eine Hingebung symbolisch zuM Ausdruck kam, die in ihrer Bedeutung dem geforderten Sohnesopfer ebenbürtig gleichkäm oder dieses noch in ihrem Folgenretchthum überragte, wenn da das Opfer nichts anderes wäre als wie' der Heide seinem Götzen etwas Liebes von seiner Habe opfert, in welcher Paralelle stände da ein solches Widderopfer zu dem geforderten Kindesopfer und zu welcher völlig sinnlosen Farce sänke vollends eben hier dieses Opfer hinab, da dieser Widder nicht einmal etwas von Abrahams Habe, vielmehr nur ein ans der Wildniß zufällig ausgegriffenes Thier gewesen!

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