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Jeschurun · 1858-04-01 · Heft 7 (April 1858) · p. 385

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 7 (April 1858)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1858-04-01
Page
385 (sequence 14)
Language
German
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Grundlinie» einer jüdischen Symb»M iU. 385 einen Widder zum Ganzopfer ohne Fehl und bringe sie-Gott dar, und sprich zu Israels Söhnen: nehmet einen Ztegenbock zum Sühnosper, ein Kalb und ein Schaaf jährig und ohne Fehl zum Ganzopser, Ochse und Widder zum Friedenopfer an Gott und nimm mit Oel durchknetete Mehlgabe: denn heute erscheint euch Gott! Und als sie nun mit allem diesem zur Stiftshütte-getreten und das Volk in seiner Gesammtheit versammelt war, redete Moscheh sie an und sprach: Dieses von Gott angeordnete thüet, tim זה הדבר אשר־ ר׳ תעשו , so wird auch die Herrlichkeit Gottes erscheinen, וירא אידיהם כבוד ד׳! Und es geschah,es wurden alle die angeordneten Opserhandlungen vollzogen, das Sühnopfer der Priester getobtet, von dem Blute an die Höhewinkel des Altars gegeben , es selbst aber in den Altargrund gegossen, das Fett, die Nieren, das Zwerchfell und einen Thetl der Leber dem Altarfeuer übergeben, alles klebrige außerhalb des Lagers verbrannt, darauf das Ganzvpfer der Priester getvdtet, dessen Blut ringsum gegen den Altar geworsen, es in seine Th eile zerlegt und die Theile einzeln dem Altarfeuer übergeben, darauf eben so nach Vorschrift mit den Opfern des Volkes verfahren, und als nun Alles vollzogen war und 1 Aharon darauf das Volk gesegnet und auch- Moscheh mit Aharon! das Volk gesegnet hatte — וירא כבוד ד' אל כל העת, da erschien die Herrlichkeit Gottes dem ganzen Volk! Wir fragen wieder: können diese Handlungen etwas anderes sein, als Reden, tief bedeutsame Reden? Wenn wir überhaupt an dieser Stelle auch nur vorläufig bedenken, wie der jüdische Tempel wesentlich für das göttliche Gesetz errichtet erscheint, das göttliche Gesetz allein in seinem Allerheiligsteu thront, Wethe und Rückkehr zu diesem Gesetze nach unterlassener Pflicht, nach geübtem Vergehen, die ausgesprochenen Zwecke der in diesem Tempel vorzunehmenden Handlungen sind, Verzeihung, Reinheit, göttliches Wohlgefallen die Früchte sind, die dort geärndet werden sollen; wenn wir bedenken, wie somit sittliche Zwecke es sind, die von dem Gcsetzeshetligthum insbesondere, sowie ja überhaupt von dem göttlichen Gesetze angestrebt werden: so kann'es keinem Zweifel unterliegen, daß alle Veranstaltungen und Handlungen, die die Erreichung dieser Zwecke vermitteln sollen, geeignet sein müssen auf das sittliche Moment im Menschen׳ einzuwirken. Auf das sittliche LS *

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