Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 7 (April 1858)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-04-01
- Page
- 384 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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;384 Grmdltntm. einer Msche« Sr>mvvM!U. genau vorgezeichnet, Stier und Widder, mit Oel durchknetene und mit Oel bestrichene, ungesäuerte Brvde genommen, die zu Jnstalltrenden gebadet, bekleidet und gesalbt, die Opfer dargebracht, ihnen Hände aufgelegt, nach genau vorgeschriebenen Vorgängen die Opfer- Handlungen vollzogen, Blut auf den Altar, Blut auf Ohr, Hand und Fuß, Blut und Salböl an die zu Jnstallirenden und ihre Kleider gesprengt, dann zu opfernde Opfertheile den zu Jnstallirenden in; die Hand gelegt um die Wendung damit zu vollziehen u. s. w. das zu Opfernde geopfert, das zu Essende von den zu Znstallirenden genossen und alles dies sieben Tage wiederholt — somit eine siebentägige Jnstallirungsfeter ohne ein Wort gesprochen , Alles mit Handlungen, mit genau vorgeschriebenen Handlungen ausgefüllt! Können diese Handlungen etwas anderes sein, als Reden, tief bedentsamste Reden? — Ebenso die Einsetzung der Leviten in den Dienst am Heiligthum (IV. 8.) Besprengung mit Entsündtgungs- Wasser, Scheeren des ganzen Leibes, Waschen der Kleider, Reinigen, Stiere, mit Oel durchknetenes Mehlofer, Hände-Auflegen des Volkes auf die Häupter der Leviten, Wendung des Leviten vor Gott, Händeauflegen der Leviten auf die Opferstiere, Opferung der Stiere — wir wiederholen, können diese Handlungen etwas anderes sein als Reden, tief bedeutsame Reden? Die Priester sind installirt, der Tempel ist gebaut, der Tag der Herrlichkeit ist da, und welch ein Tag! Seine Herrlichkeit will Gott in den Tempel einziehen lassen, will seine Herrlichkeit fortan dort an der Stätte feines Gesetzes wohnen lassen, will von dort aus das Leben des Volkes mit seinem Worte durchdringen und regeln und heiligen und heben und weisen, sühnen und läutern, begeistern und vollenden lassen, will verwirklichen das Wort, das Er gesprochen, ״sie sollen mir ein Heiligthum machen, und ich werde mitten unter ihnen wohnen, ״!ועשו לי מקדש ושכנתי בתוכם — Wer ermißt die ganze Tiefe und den ganzen Umfang dessen was an einem solchen Tage und für einen solchen Moment dem Volk und den Priestern zum Bewußtsein zu bringen und zu welchen Entschlüssen und Vorsätzen sie zu begeistern gewesen sein müssen! Und was lesen wir? Am achten Tage, nachdem die sieben Jnstallirungstage vollendet waren berief Moscheh Aharon, seine Sohne und die Nettesten Israels, und sprach zu Aharon: nimm dir ein junges Rindkalb zum Sühnopfer und