Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 7 (April 1858)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-04-01
- Page
- 353 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Grundlinien einer jüdischen Symbolik III. 353 laffung unzweideutig und augenfällig dargethan ist, und von Allem absehen müssen, wo die Frage über den symbolischen oder nichtsymbolischen, primitiven Charakter eines Objektes des Gesetzes nur in Folge eines tiefer« Eingehens in den Gesammttnhalt und den Zusammenhang des betreffenden Gesetzes zur Entscheidung gebracht werden kann. Ein solches tiefere Eingehen und eine Beurtheilung der Gesetzes - Objekte nach deren inner«, tiefer liegenden Kriterien bleibt unfern künftigen, eigentlichen Untersuchungen über die jüdische Gesetzessymbolik Vorbehalten. Hier bet dieser Vorfrage, ob es über- Haupt eine solche gebe, haben wir uns nur an das Augenfällige, so zu sagen auf der Hand liegende, zu halten. Als eine solche augenfällige Thatsache werden wir es ansehen: a. wenn das Gesetz ausdrücklich von ihm angeordnete Gegenstände und Handlungen als Symbol erklärt; d. wenn dasselbe, ohne seine Gegenstände und Handlungen ausdrücklich Symbol zu nennen, sie doch ausdrücklich in der Absicht anordnet, durch dieselben eine bestimmte Gedankenreihe anzuregen, bestimmte Wahrheiten und Thatsachen in Erinnerung zu bringen; c. wenn dasselbe, ohne diese Absicht ausdrücklich anszusprechen,. Gegenstände, Handlungen und Unterlassungen auordnet, die zu deren ausgesprochenen Veranlassung, so wie zu deren a isgesprochenen Folgen in gar keiner andern, als symbolischen Beziehung stehen können. Enthält das göttliche Gesetz Thatsachen dieser dreier Arten, so wird der Gegenstand unserer Untersuchungen nachgewiesen, und wir berechtigt seien, von ״der Symbolik des jüdischen Gesetzes" zu reden. Treten wir nun in den Kreis der göttlichen Gesetze, so begegnen wir sogleich: ad a. Milah, der Beschneidung, deren Vollziehung ברית , Bund, genannt wird, und die selbst אות ברית, ein Zeichen des Bundes sein soll: ״Du aber hüthe meinen Bund, du und dein Same nach dir für ihre Geschlechter. Dies aber tsi mein Bund, den ihr zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir hüthen sollt: Beschnitten soll euch alles Männliche werden. Ihr sollt das Fleisch eurer Vorhaut beschneiden, und dies sei zum Bnndeszcichen