Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1858)
- Article
- Zur jüdischen Schulfrage
- Date
- 1858-02-01
- Page
- 247 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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247 uon Dr. M. Hirsch! in die Bücher, die Ihr selbst ihnen in die Hand gebt, genügt euch von; der Unmöglichkeit zu überzeugen. Es ist ja gerade das Gebiet der Naturwissenschaften, auf dem in den letzten Decennien vor allen ändern! die größte Regsamkeit herrscht, es nach Tiefe und Umfang zu erweitern!und vor allem die Eingänge zu ihm möglichst zu vervielfachen, die! Wege zu ebnen und zu glätten, mit einem Worte eS zn popularisiren — ein Streben, in dem wir nur einen entschiedenen Fortschritt! begrüßen. Die Zahl der Werke, die zu diesem Zwecke entstanden! und täglich entstehen , verdienstliche und schlechte, gründliche und oberflächliche, selbständige und abgeschriebene, ist Legion. Da ist fast kein Haus, in dem nicht das'eine oder andere angetroffen würde. Fast in allen aber finden die Kinder Sätze als selbstverständliche, ausgemachte Wahrheiten, z. B. vorzugsweise hinsichtlich der von uns berührten Schöpfungsgeschichte hingestellt, die die Angaben der Bibel, ausgesprochenermaßen oder stillschweigend, umstoßen. Selbst die Lesebücher, die sie in der Schule gebrauchen, werden, wenn sie zu den bessern gehören, in der Regel Aufsätze enthalten die ganz dasselbe lehren. Selbst in der Unterhaltungslektüre brauchen wir nur auf die besten unter den belletristischen Zeitschriften hinznweisen, die mit richtigem Takte ihre Spalten auch populären naturwissenschaftlichen Aufsätzen öffnen, um die gänzliche Unmöglichkeit darzuthun, Kinder die lesen — und das sollen doch!alle — in dieser Beziehung in Unkunde zu erhalten. Es ist daher — Zhr müßt doch jedenfalls zugestehen, das kleinere Uebel — besser, daß sic cs durch uns zugleich mit demjenigen was vom Standpunkte der Bibel aus darauf zu erwtedern erfahren, als daß sie es ohne uns und ohne unsere Aufklärung als etwas ganz Neues in irgend einem Buche ״entdecken". — Oder wollen wir warten bis einem Vogt ein Wagner antwortet? Da gilt es denn doch wahrlich: Gott schütze mich vor meinen Freunden Stellt sich dies in solcher Weise als Nothwendigkeit heraus, so erscheint es fast überflüssig, anderen, aus demselben Gesichtspunkte erhobenen Bedenken entgegenzutreten, wie z. B. ob es denn ohne nachtheilige Folge für die Kinder sein werde, wenn sie sehen, wie chevaleresk ernste, forschende Männer mit-der Bibel umgehen. Die Antwort liegt leider nahe, sehr nahe. Sehen denn unsere Kinder nicht tagtäglich, wie Menschen nicht bloß, wie hier-