Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1858)
- Article
- Zur jüdischen Schulfrage
- Date
- 1858-02-01
- Page
- 240 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Mischen Schulftag«, H 24$ Wir da nicht mir Feuer? Und wen» ihnen nun die scharfsinnigen, streng logischen, zstm Theil auf den neuesten, streng Wiffenschaftlichen Forschungen beruhenden Sähe (wie die von der Schöpfung) mehr cinleuchtcn, als das was wir ihnen darüber sagen können! Wir stören die Seelenruhe des Kindes, erwecken Zweifel an Dingen, an deren Wahrheit nie der leiseste Zweifel aufsteigen, lehren sie Dinge zu Gegenständen ihres Nachdenkens und Nachgrübelns machen, die es nie werden sollten! Wir, müßten uns sehr irren , oder wir haben den Nerven berührt — ihn müssen wir bloßlegen, oder es bleibt auch die schlagendste Argumentation gegen die ersten Punkte völlig wirkungslos, Das Gefühl, den! wir in jenen Worten Ausdruck zu geben versuchten, ist ein — wer möchte das verkennen! subjektiv achtungswerthes. Es ist die Furcht, den Kindern unser und ihr Heiligstes in seiner Heiligkeit zu verküinuicru, ja vielleicht selbst die Art an die Wurzel des Baumes zu legen, der unser und ihr LebenShaum zu sein bestimmt ist. Ob sich aber auch objcktiv, an und für sich dasselbe von ihm prädiciren lasse, ist eine andere Frage — für uns und sicherlich für Viele mit uns ist es keine. llns sowohl und nicht mehr als denen, die wir uns in sieser Frage als Gegner gegenüber denken, ist die Thorah das ״Wort des lebendigen Gottes" und als solches hoch über jeden Zweifel erhabene Wahrheit. Eine jede Wahrheit aber kann, sofern sie Wahrheit ist, mit keiner anderen Wahrheit im Widerspruch stehen. Bestände wirklich ein Widerspruch zwischen zwei Sätzen, die beide Anspruch auf Wahrheit machen, so muß eben uothwendig einer von beiden falsch sein, vorausgesetzt, daß der Widerspruch ein realer, nicht bloß scheinbarer, etwa durch falsche, oder auf falschen Voraussetzungen beruhende, Schlüsse ans an sich wahren Thatsachen hervorgerufencr sei. Was mir als Wahrheit dasteht, von dem glaube ich, daß keine Wahrheit) resp. Thatsachc mit ihm im Widerspruch stehe. Zugegeben? Nun wohl, so dürfen wir den Satz anch umkehren:׳ glaube ich oder fürchte ich, daß irgend welche sonst feststehende Wahrheit, resp. Thatsache mit dem, was ich bisher für Wahrheit gehalten , im Widerspruch stehe, so hat diese da-