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Jeschurun · 1858-02-01 · Heft 5 (Februar 1858) · p. 235

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 5 (Februar 1858)
Article
Zur jüdischen Schulfrage
Date
1858-02-01
Page
235 (sequence 2)
Language
German
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235 9cn Dr. ÜJt. Hirsch. Schule zu behandeln nachzuweisen, so brauchen wir uns nicht nach einem bestimmten Eintheilungspriuzipe umzusehen, (das allerdings nöthigwäre, wenn wir dieses Kapitel in einer jüdischen Didaktik behandeln würden), sondern verzeichnen die Fragen, wie sie uns in der Praxis des Unterrichts gerade am meisten aufstoßen, und zwar in möglichster Kürze, mehr audeutcud als umschreibend. — Im Allgemeinen werden es stets die Grundlehren des Judenthums bilden und zwar deren Verhältniß zu den in andern Kreisen zur Geltung gekommenen, vornehmlich aber den die Gegenwart beherrschenden Prinzipien. Namentlich also Wahrheiten, die vom Judenthum aus noch nicht Gemeingut der Menschheit geworden, ganz besonders aber solche, die zum Thetl auch außerhalb des jüdischen Kreises gelehrt werden, die aber eben deßhalb als nur halbe Wahrheit in ihrer Ein-- seitigkeit ganze Unwahrheit sind. Diese müssen um so nothwendiger besprochen werden, als gerade wegen der scheinbaren Aehnlichkeit der Häufig diametrale Gegensatz leicht übersehen und das Unwahre als in der jüdischen Lehre enthalten gefaßt werden konnte. Ebenso verhält es sich mit den Begriffen und Institutionen, die wir hervorhebeu. — Alsw z. B.: ׳ Die-Sendung des jüdischen Volkes, seine Stelle im Kreise der Völker, seine Aufgabe und seine Geschichte. Das bloße Faktum seiner Existenz, der einzige lebende Zeuge der Vorzeit, das ״Unsterbliche unter all den Völkerleichen". — Das Verhältniß von Körper und Geist nach der Lehre der' Thorah: nicht Gegensatz, als ob etwa Ertödtnng des Einen das anzustrcbende Ziel, sondern Harmonie; Weihe und Dignität/auch des Körpers. Was ist nach jüdischer Lehre die Erbsünde? der Teufel? Diametralster aller Gegensätze zwischen שטן und Satan. Sittliche Freiheit des Menschen, aller nicht bloß der beschnittenen. — ״Alle gute Werke (ohne ״Glauben") aufs Beste gethan sind täglich Sünde" — (Luther). Seligkeit schon hiniedcn, nicht erst jenseits. — Der sittliche Ernst, den das Jndenthum lehrt, führt zum Gipfelpunkt des jüdischen Lebens, zur Freude l), der durch יום תרועה »«b יום ■הכפורים führen und sind Vorbedingung, freilich aber auch Vorbereitung zu שמחתט svl, Bedeutsamkeit des בחודש חשביעי הזה ויקרא , כג)); ebenso (הטיבו נו.ן בחרועח ■(חהלים dies« im Ernste des Gott-SbewußtsetnS wurzelnde Heiterkeit ist das Neue des Liedes, שיר חדש, welches das jüdisch« Volk die Menschheit zu lehren berufen ist,.. »S

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