Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1858)
- Article
- Schewat
- Date
- 1858-02-01
- Page
- 230 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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230 Schewat. könne«, — ja es wollen vor Allem Veranstaltungen getroffen sein, daß die frühere Jugend die Elemente der Tborahkunde gründlich überwinde, damit sie Lust, am Gegenstände und Fähigkeit zum Fortschritt gewinne, beim, wie daS rabbinische Wort lautet, ״wenn keine Lämmer sind, wo sollen die Widder HerkommenV — Alles dies spricht der Errichtung von Thorah - Studien - Anstalten mit gebieterischer Notwendigkeit das Wort. Wollen wir aber warten, bis der religiöse Sinn für die Pflege der Knnde des göttlichen Gesetzes so allgemein rege sein wird, daß die notwendigen Anstalten" durch eine allgemeine Betheiligung werde hergestellt werden können, dann werden wir so lange gewartet haben, bis die Anstalten schon viel von ihrer Nothwendigkeit verloren haben. Ist erst das Interesse für das ״Lernen" wieder in der Gesammtheit in aller Kraft erwacht, dann, ja, dann — würde das Studium des göttlichen GesetzeS wieder einen solchen Boden gewonnen haben, aus welchem sich natürwüchsig eine solche Pflege desselben entwickelte, daß besonders geregelte Anstalten dafür noch immer höchst heilsam sich erweisen, jedoch nicht mehr wie in der Gegenwart als unumgängliche Bedtngung dastehen würden. So lange sollten wir daher nicht warten müssen , sollten die Errichtung der so dringend notwendigen Anstalten nicht von dem Zusammenwirken einer größer» oder kleinern Gesammtheit abhängig zu machen haben. Hoffen wir, daß es noch einzelne reichbegüterte, jüdisch gesinnte Männer unter uns gtebt, denen der Bruch der Zeiten zu Herzen geht, die cs begreifen, wozu Gott den Segen des Reichtums in ihre Hand gelegt, und eS als ihre Pflicht erkennen, mit ihrem Retchthum den einzigen, heiltgen, gottgefälligen Zweck zu versorgen, der, wenn nicht von dem Herzen begüterter Einzelner ergriffen, vergebens von Haus zu Haus um Beachtung betteln gehen wird. Welche Zwecke sie sonst mit ihrem Reichthum versorgen möchten, diese würden doch nicht in Israel unversorgt bleiben, wenn auch nicht reiche Fonds Und große Kapitalien dafür von einzelnen Reichen bereit gesetzt würden. Was der Eine Reiche nicht ihm, werden hundert Bemittelte darum doch nicht ungeschehen lassen.׳ ,Kein Werk der Humanität, keine Vcrsorgung der Notleidenden, der Armen und Kranken, der Wittwen und Waisen, braucht im jüdischen Kreise erst auf Entschlüsse großherziger Reichen und aus die Begründung reichdotirkcr Anstalten zu