Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1858)
- Article
- Schewat
- Date
- 1858-02-01
- Page
- 224 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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:׳224 ausdrücklich selbst weit über die jüdische Nationalität hinaus zum Antheil aller gerechten Menschen macht— כהנ״ם לויים וישראלים לא גאמר אלא: עריקים — sondern nach der Gelehrsamkeit dieses jüngsten Weisen zum beschränktesten Partheinamen einer Hierarchcn-Zunft zusammenschrumpft und von dieser da zu ihrer Verherrlichung eingeschinuggelt ist, wo wir Aermsten biö jetzt immer an die Gerechtem in weitester Ausdehnung gedacht,^- der, wie er uns die Zadikim in Sadducäer, so auch Nediwim in Tyrannen, und Ehaßidtm in -״gnädige Herren" umwandest und als Belege unter Andern! aus Zesaias 57,1. hinweist, ,wo angeblich die inzwischen entartete Zadokitcn-Aristokratie von he״ Patrioten, den Propheten, mit Spott gegeißelt wird, wo mit edler Entrüstung , meint er, der Prophet die Volksführer schmäht, und der Herrschername des Zaddik dem Dichter zum grausamen Spott wird: Der ״Gerechte" geht zu Grunde, und Keiner nimmt's zu Herzen, Die ״gnäd'gen Herren" schwinden hin, und Keiner merkt, Daß ob der Bosheit schwindet der ״Gerechte"! — — — wenn uns so diese soi disant historisch - kritische Schule, dir sich eine Historie zusammenträumt und danach das Judenthum kritisirt, wenn sie uns so Bibel und Tradition in ihr gerades Gsgentheil umwandest und mit Texten und Quellen wie mit Seifenblasen spielt, können da mit dieser ״Schule" diejenigen sich zu einem gemeinschaftlichen Wirken für ״Thorah" vereinigen, denen diese Thorah, denen Bibel und Tradition nicht blos Gegenstand gelehrter Forschung, denen sic noch das lebendige Gottesgesetz für ihre lebendigste Gegenwart ist, denen mit all diesem kritischen Spielwerk nicht blos eine alte Hypothese zertrümmert und eine neue Hypothese gebaut, denen mit jeder Conjektur pro und contra Text und Quelle eines Gesetzes erschüttert wird, für dessen göttliche Aechtheit sie noch in jedem Augenblick die lebendigste Gegenwart mit allen ihren Interessen einzusetzen haben? Für Zwecke der Humanität, für Werke der Zdakah und Gmiluth Cheßed können sich noch heutzutage Juden aller Farbe, «wie «!an spricht , die Hände reichen. Vorausgesetzt, daß die eine Richtung nicht so fanatisch ist, zu fordern, daß selbst die Anstalten der Arm-, Kranken-, Waisen-Pflege u. s. w> den Stempel der Reform tragen und in ihren Einrichtungen und Wirtsamkeiten das Gesetz verletzen müssen. Vorausgesetzt, daß sie sich