Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 2 (November 1857)
- Article
- Cheschwan
- Date
- 1857-11-01
- Page
- 58 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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58 Cheschwan. 1 delt es sich. Es handelt sich nicht mehr darum, wie! bringen wir die vom göttlichen Gesetze abgefallenen! Bruder wieder zur Gesetzestrene zurück, sondern barumi handelt es sich, wie schaffen und erhalten wir dem zesetzestreuen Juden die Möglichkeit, seinem Gesetze treu zu leben. Denn, geht dies so fort, erwachen die gesetzcstreucn Einzelnen nicht aus ihrer Lethargie, gehen sie nicht zusammen, sich gemeinsam׳ zu bcrathen, was zu thun sei, um das Heiligthum des Gesetzes aus den Gefahren, die ihm drohen, zu retten, so werden sie einmal nicht mit ruhigem Gewissen ihr Haupt niederlegen! können, werden aus dem Leben scheiden und haben ihren Kindern und Enkeln nicht einmal die Möglichkeit mehr hinterlassen, gesetzestreue Juden und Jüdinnen zu sein. Seitdem Israel ein Volk geworden und die Erhaltung und Erfüllung des göttlichen Gesetzes zu seinem Lebensberufe bekommen, war vielleicht die Erhaltung und Erfüllung dieses Gesetzes nicht in so drohender Gefahr, wie heute. Schon sehen wir, fast in ganz Europa wenigstens, die Leitung der jüdischen Mein eindeangelegenheilen Männern in die Hand gegeben, die dem jüdischen Religionsgesetze die Treue gekündigt, und ״philanthropische" Bestrebungen tragen die Propaganda dieses Abfalls auch zu unfern Brüdern in Asien und Afrika hinüber. In bcklagenöwerther Verkennung ihrer Rechte rmd Pflichten haben sich die gesetzcstreucn Juden fast überall den Einfluß aus die Gestaltung der allgemeinen jüdischen Angelcgeuhcitcu entreißen, oder aus den Händen kommen lassen. Kaum ist noch ein Vorstand zu sinden, dessen Mehrzahl nicht der Untreue gegen das göttliche Gesetz huldige. In einem großen Reiche sehen wir die höchste Leitung der jüdischen Angelegenheiten einer jüdischen Centralbehörde in die Hände gelegt, deren Prädikat ״jüdisch" die größte Ironie ist, deren Mitglieder acht gegen Einen vom Judenthum — wir sind noch so kühn, unter dem Judenthum nichts als die Erfüllung der Thorah und Mizwoth zu verstehen — nun denn, deren Mitglieder acht gegen Einen vom Judenthum kaum mehr als den Namen haben, die seit Jahren planmäßig daran gearbeitet, die Gemeinden, und insbesondere die gcsctzcstreuen Einzelnen mundtodt zu machen und eben jetzt ganz offen — nicht an die Gemeinde», nicht an die Hunderte und Tausende der ״Gläubigen", wie man sie