Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 2 (November 1857)
- Article
- Cheschwan
- Date
- 1857-11-01
- Page
- 51 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Cheschvm. 51 gilt's für das Gute mit Thaten einzustehen und müssig ist das Wort, wo der Acker der Zukunft der Aussaat der Thaten harrt. Allein in der Ungunst der Zetten, wenn die Masse sich dem Guten abgewendet, wenn Gleichgültigkeit oder Verzweiselung sich der Uebrtgen bemeistert, ״wenn" — wie der Prophet, dessen Wort uns zu diesen Betrachtungen leitet, es schildert — ״wenn die allgemeine Stimmnng spricht: Thvrheit ist es ferner Gott zu dienen! Was haben wir denn genützt, wenn wir Seine Zwecke schützen wollten und um Seine Sache trällernd gingen? Wir müssen ja Sünder glücklich preisen! Die das Schlechte geübt sind groß geworden, haben Gott versucht und kamen davon! — ״ ,אזwenn dann", wenn in einer solchen Zeit allgemeiner Entmuthigung und Verkommenheit des Guten, ״wenn dann Gottesfürchtige zusammen treten zur gemeinsamen Besprechung, so merkt Gott auf und hört's und schreibt es ein zum Gedächtniß und spricht: והיו לי ליום אשר אני עושה סגולה, das werden die Meinen, für die Zeit, da ich einen Kern bilde!" Und in der That, wenn-es erst dahin gekommen, daß man von dem Guten nicht einmal mehr spricht, dann erst ist das Gute!wahrhaft begraben. So lange aber noch die Gedanken und Entschlöffe wackerer Männer dem Guten zugewendet sind, so lange sie diese Gedanken und Entschlüsse durch gegenseitige Besprechung läutern und stärken, so lange ist Kopf und Herz der Wackern eine sichere Burg und eine hoffnungsreiche Zufluchtsstätte des Guten. Ihre Gedanken, ihre Entschlüsse, ihre Worte selber sind Fruchtkeime der bessern Zukunft. Ihre Gedanken, ihre Entschlüsse, ihre Worte selber sind Werkzeuge in Gottes Hand für die bessere Zeit, die Er herbeisührt, wo das Gute wieder verwirklicht werden kann und Er der geläuterten Gedanken, der gestählten Gesinnungen und des entschlossenen Willens zu Vollbringern Seines Werkes bedarf. Wo Thaten rufen, da mag die Rede feiern. Wo aber die Hände gebunden sind, da sind Reden Thaten, da gehe man znsammen und denke und überlege und spreche — Gott hört's, und merkt's, und verzeichnet eS. Was wir mit diesen Betrachtungen bezwecken mochten? Bcsprechungen, Besprechungen, alles Guten, dessen Verwirklichung schwierig ist, oder, um in dem uns zunächst liegenden Kreis zu bleiben, Besprechungen alles für unsere heilige