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Jeschurun · 1857-10-01 · Heft 1 (Oktober 1857) · p. 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 1 (Oktober 1857)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1857-10-01
Page
31 (sequence 13)
Language
German
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Grundlinien einer jüdischen Symbolik II. 31 ten Friedensgruß die Kunde erhält, daß ihm dieser an der Spitze eines Trupps von vierhundert Man» entgegen zieht, überfällt ihn Angst. Er, der den väterlichen Stammessegeu trug, 'was war er geworden! Als ein unter häuslichen Bekümmernissen und Sorgen hcrangereifter Familienvater steht er da, und sein erzürnter Bruder, der diesen Segen nicht trug, war inzwischen eine Macht, ein an der Spitze seiner Truppen heranztehender Herr geworden. Es steht sich Hier zum erstenmal das Haus Zaakob einer feindlichen Macht gegenüber. Wohl hätte Gott so Großes an ihm gethan. Mit seinem Stocke war., er einst aus dem Vaterhause über den Jorbau gezogen und jetzt steht er als reichbegüterter Familienvater da. Aber war er diesem Großen gegenüber nicht zu klein geblieben, hat er sein Gelübde gelost, so sich mit Allem und Alles zu Gott zu erheben, wie Gott ihm in Allem und mit Allem in seiner Gnade und Treue nahe war? Der Zweifel Mt seine Brust mit Angst und in dieser Angst bereitet er die Seinen Zur Flucht, zur wenigstens theilweisen Flucht wenn die Wucht des Kampfes vernichtend über ihn herfallen werde, wendet sich betend zu Gott und klammert sich an die verheißene Volksznkunft an, entsendet noch in der Nacht ein reiches Sühnegeschenk an den Bruder, führt seine Frauen und Kinder über den Bach und bleibt diesseits in nächtlichem Dunkel allein. Da sehen wir zur Antwort auf sein Gebet Ein Wort, Ein einzig es Wort ihm werden, aber ein Wort, das nicht nur ihm Trost und Muth, freudige Ergebung und Siegeszuversicht bringen, das vielmehr wie kein anderes sonst sich auf alle seine Nachkommen vererben, wie kein anderes sonst sich mit ihrem ganzen Wesen vermählen, wie kein anderes sonst der Welt und ihnen zu jeder Zeit und jeder Stunde das geistige Bild ihrer Bestimmung entgegen tragen, das sich wie ein geistiges Schild ihren Feinden gegenüber um sie werfen, ihnen aber Trost und Muth, freudige Ergebung und Siegeszuversicht bringen sollte, so oft sie in den Prüfungsstunden der ihrer harrenden Nachtjahr- Hunderte wie ihr Ahn für Weib und Kinder zitternd, erzürnten Brudermächten gegenüber stehen würden. Und dieses Wort heißt: Atsrael,chML״, der Name, der der Welt und ihnen sagt, wer für sie in ihrer Ohnmacht stark, wer für sie in ihrer Hilflosigkeit den Kampf besteht, wessen Allmacht eben sie in ihrer Ohnmacht zu Verkündern seiner Herrschaft erkoren und wessen Sieg eben in ihrem

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