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Jeschurun · 1857-10-01 · Heft 1 (Oktober 1857) · p. 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 1 (Oktober 1857)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1857-10-01
Page
29 (sequence 11)
Language
German
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Grundlinien einst jüdischen Symbolik II. 29 er zum Kopflager gemacht und stellt ihn zum Denkmal und gießt Oel auf den Stein und nennt den Ort: ״Gotteshaus!" und thut ein Gelüdc und spricht: Wenn Gott mit mir sein wird und wird mich auf diesem Wege, den ich gehe, beschützen und wird mir Brod zur Nahrung und Gewand zur Kleidung geben, und ich werde in Frieden zum väterlichen Hause wiederkehren , und wirb so 'ר mir Gott sein: so soll dieser Stein, den ich zum Denkmal gesetzt, ein Gotteshaus werden und Alles, was du mir giebst, werde ich dir verzehnten!" Wir übergehen hier das Denkmalsetzen und Oelaufgießen, doch sicherlich symbolische Handlungen, so wie wir das Altarbauen Isaaks, Abrahams, Noahs und noch andere von Menschen ausgehende symbolische Handlungen übergangen, da wir hier nur Fakta suchen, in welchen das Symbol als Mittel der Mtttheilung von Gott an den Menschen auftrttt. Wir werden ohnehin auf das Einzelne dieser Stelle noch des Nähern zurückkommen. Wir sehen auch hier völlig von der Auffassung im Einzelnen ab, in welcher wir diese Stelle wtedergegeben. Es ist dies für jetzt, für den Zweck unserer gegenwärtigen Untersuchung völlig gleichgiltig. Mag man Einzelnes dieser Stelle so wie wir oder anders auffasscn, man wird sich hier der Anerkennung der Thatsache nicht entziehen können, daß nns hier wiederum neben der Offenbarung durch Wort eine Mittheilnng durch symbolische Mittel von Gott an Menschen gegeben ist. Unzweifelhast haben wir hier zuerst die Bundeserneuung Gottes mit dem zur selbstständigen Hausesgründung ausziehenden Stammessohn. Es ist die Berufung des Stammessohns zum Stammvater. Es wird ihm offenbart, daß sein zu gründendes Haus der Zukunft des verheißenen Gottesvolkes angehöre, die in seinem Hause den ersten Anfang der Verwirklichung finden soll. Wir haben zugleich das tiefe Ergriffensein Zaakobs, der mit dem Stein, den er salbt, den ersten wahren und wirklichen Grundstein zu allen künftigen ״Gotteshäusern" aus Erden mit dem neugewonnenen doppelten Bewußtsein legt, daß an dieser irdischen Stätte Gottes Haus und des Himmels Pforte sei, daß Gott mit seiner segnenden und beseligenden Nähe in den umschränkten Kreis der.kleinen menschlichen Verhältnisse herntederstetge und der Mensch sich in diese» kleinen, beschränkten menschlichen Verhältnissen und mit ihnen zum Himmlischen zu erheben, hier Gott zu uns und wir zu

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