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Jeschurun · 1857-10-01 · Heft 1 (Oktober 1857) · p. 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 1 (Oktober 1857)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1857-10-01
Page
26 (sequence 8)
Language
German
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26 Grundlinien einer jüdischen Symbolik II. sein wird in einem ihnen fremden Lande, sie werden ihnen dienen müssen, man wird sic peinigen vierhundert Jahre; aber auch das Volk, dem sie dienen werden, richte ich, und nachher werden sie mit großem Vermögen ausziehen. Du wirst zu deinen Vätern in Frieden kommen, wirst in gutem Alter begraben werden. Sie aber werden im vierten Geschlechte hierher wtederkehren; denn noch ist die Sünde des Emori nicht voll." Und da nun die Sonne untergegangen und es vollends Nacht geworden war, siehe, da war's ein rauchender Ofen und eine Feuer-Flamme, die zwischen diesen Stücken durchgegangen. An jenem Tage schloß Gott einen Bund mit Abram: Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben von dem Strome Mtzrajims bis au den großen Strom, den Strom Perath, den Kein, den Kntsi und den Kadmoni; den Chttthi, den Prtsi und die Rephaim; den Emori, den Kenant, dm Girgaschi und den Jebnßi." Wer, der diesen ganzen hier berichteten Vorgang auch nur in seinen äußeren Umrissen mit den dabei gesprochenen Worten zusammen hält, sicht nicht hier wiederum das Symbol dem Worte zur Seite treten, und zwar das Symbol in mannigfachster Erscheinung. Wir haben hier symbolisches Zeichen, symbolische Handlung, symbolisches Erlebniß, und sehen den Stammvater alle Schauern der verkündeten, kommenden Nachtjahrhundcrte seines Volkes in einer nächtlichen Stunde im Voraus durchleben. Wir denken auf alle Einzelheiten dieses Vorgangs, sowie der übrigen von uns betrachteten historischen Symbole noch des Nähern zurückzukommeu. Für jetzt genügt es uns, auch hier wiederum das Faktum göttlicher Mittheilnng durch Vermittelung des Symbols, und zwar in bedeutsamster Weise, eonstatirt zu haben. Weiter! DaS Volk war verheißen, das Land war verheißen; aber nenn und neunzig Jahre war der Stammesvater, neun und achtzig die Stammesmuttec alt geworden, als erst der Stammsohn gezeugt werden sollte, der die Verheißung sollte weiter zu tragen haben! Wie aber das verheißene Land seinen ersten Bewohnern nur durch Verscherznng einer sittlichen Große verloren gehen sollte, so sollte dem gegenüber die Erfüllung dieser ganzen Verheißung , das Heranblühen des Volkes und der Besitz des Landes, an die Verwirklichung einer sittlichen Große geknüpft werden. Der Entschluß zu dieser Verwirklichung, die Uebcrnahme dieser Verpflichtungsoll der

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