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Jeschurun · 1857-10-01 · Heft 1 (Oktober 1857) · p. 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 1 (Oktober 1857)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1857-10-01
Page
22 (sequence 4)
Language
German
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׳22 Grundlinien einer Mischen Symbolik II. ״thümltchkett des Christentums im Gegensatz zum Judenthum; ״und im Christenthnm selbst ist sie nicht ein Erzeugnisi der aus ״dem Judenthum entstammten, sondern der aus dem Griechen- ״thum aufgenommenen Elemente; und es möchte eher behauptet ״werden können, daß Alles,!! was im Judenthum wirklich Sym- ״bolik ist oder als Symbolik erscheint, in Wahrheit heidnischen, ״griechischen oder christlichen Ursprungs ist." Wir haben daher vor allen Dingen uns der Wirklichkeit des Gegenstandes zu vergewissern, dem wir unsere Forschungen zuwenden wollen, und haben die Frage zu beantworten: giebt's denn überhaupt eine jüdische Symbolik, enthält das göttliche Gesetz Bestimmungen, die wir als symbolische Zeichen und Handlungen auszufaffen und deren symbolischen Inhalt wir somit zu erforschen berechtigt und verpflichtet wären? 1. Also: Giebt's überhaupt eine jüdische Symbolik? Giebt's insbesondere eine Symbolik im jüdischen Gesetze? Die Frage, ob es eine Symbolik im jüdischen Gesetze gebe, ist aber keine andere, als die: Sind wir zu der Annahme bcrechttgt, oder gar genöthigt, daß Gott in seinem Gesetze die Herstellung von Gegenständen und die Ausübung von Handlungen angeordnet, damit uns durch diese Gegenstände und Handlungen bestimmte Begriffe und Wahrheiten zu immer erneuter und nachhaltiger Erinnerung und Beherzigung gebracht werden? Denn das ist ja überhaupt der Begriff eines Symbols und einer symbolischen Handlung. Sehen wir uns aber zuvörderst einmal in dem außerhalb des eigentlichen Gesetzes liegenden Gebiete der göttlichen Offenbarung danach um, ob wir denn auch dort etwa der Thatsache begegnen, daß sich Gott des Symbols und der symbolischen Handlung als Werkzeug der Mitthctlung bediene, so wird eine unpartheitsche Forschung diese Vorfrage nur entschieden zu bejähen haben. Fast bei jedem . Epoche machenden Stadium der die Menschheit und Israel erziehenden göttlichen Waltuug bis zu Israels Erwählung und der Gesetzgebung, sehen wir das göttliche Wort nicht allein auf-

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