Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1857)
- Article
- Schofar
- Date
- 1857-10-01
- Page
- 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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den! Müth nicht mehr, sie!dem kommenden Geschkechte zn überant- Worten. Die Zukunft gehen wir preis und meinen genug gethan zu Habens die Gegenwart, oder vielmehr uns in der Gegenwart zu retten. Ganze Juden, ganz Jude zu sein, sein ganzes Dasei» und Leben in den Namen,! Jude aufgehenj und seine ganze Zukunft von dem -Namen! Jude und seiner Aufgabe tragen zu lassen, wagen Wenige. Halbheit, Unentschiedenheit überall. Das-Hans gehört dem Gesetze ,, das Geschäft der Sünde. Zw Hause führt Man ein jüdisches, auf Reisen ein nnjüdisches Leben. Die Söhne werden für das Gesetz, die Töchter für den Abfall unterrichtet' und erzogen. Väter und Mütter, die die Kraft nicht Hatten^ die Gesetzestrene111• bie. Brust ihrer Kinder zu pflanzen und sich nun in Gram über den Gottes Gesetz entfremdeten Sinn und Wandel ihrer Söhne und Töchter verzehren, haben! nicht einmal.den Muth, auch nur ihren Gram — laut werden zu lassen! Väter und Mütter haben ihre Söhne und Töchter ״fromm" erzogen, bis! — das Leben mit einem Opfer, den Beweis für den Ernst dieser Erziehung! forderte! ״Fromme" Väter und Mütter übergeben ihre ׳Söhne einem ״Beruse"j einem Geschäfte, in welchem Gottes Gesetz für Null zählt, — ״fromme"' Väter und Mütter geben ihre Töchter Schwiegersöhnen, die Alles , nur nicht den religiöse». Sinn und den religiösen Wandel für das künftige Heil ihres Kindes bieten. Halbheit', Uncntschtedenhett überall! — Aber es wird so schwer, in-Mitten aller der schwankenden "Gegensätze ein! ganzer Jude zu bleiben״ in Mitten aller der herüber und hinüber ziehenden Verhältnisse Geschäft und Haus jüdisch zu erhalten, vor Allein so schwer , i» Mitten aller der dem gesetzestreuen JudenthUM feindlichen Einflüsse des Beispiels, der׳ Verwandtschaft, des Umgangs, die Jugend' für.-jüdischem Geist! und. jüdisches Leben z»! erziehen und dann endlich so schwer, - sie auf jüdischer Bachft׳--׳-׳einM"!BMft-An׳ö'׳ einer häuslichen Selbstständigkeit zuzuführem Freilich wird! es schwer, aber eben das Schwere wartet׳׳ auf! uns, das Leichte ׳ macht sich! von selbst' und! nur im Schweren! bewährt sich die! Treus mch«dt.r. Ernst. ׳ Leicht' war es nittimer!,. Jude! zu sein und seine Kinder dem JudenthUM zu erhalten. Unsere! Väter! hatten ganz-andere Opfer! zu bringeih in ganz! andern! Versuchungen ihre׳ Standhaftigkeit zu erprobe!!׳. Uns Hat-Gott diese Prüfungen beschiedcn Und wartet auf unseru Ernstt O, daß der Schofär-Ruf uns Alle erfasste und uns zn der gan- - zen Entschiedenheit wach rüttelte, daß wir Gott, dem wir noch halb