Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1857-10-01 · Heft 1 (Oktober 1857) · p. 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 1 (Oktober 1857)
Article
Schofar
Date
1857-10-01
Page
11 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2932754-2932849-2932851-2941567--03003-2941597
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Schofar. 11 ,ראש ופדר , זריקת דם , אש תמיד , מזבח העולה , מנחח סלח ושמן ויין לנסך,!הקטרת הכל אשה ריח ניחוח לד׳ Dies daS jüdische Haus, dies das jüdische häusliche Leben! Und min für diese gottesdienstliche Verklärung des ganzen irdischen Da; seins durch das häusliche Leben Mann und Weib priesterlich bernscn, ihnen כיור לקידוש ידים זרנלים, ihnen die Reinheit des ״Handelns und Wandclns" als unerläßliche Vorbedingung für die Priesterliche Vollendung des häuslichen Lebens gestellt, nicht aber in die ״Redlichkeit und Ehrlichkeit des Erwerbs" fast die ganze Summe der Lebenspfltchten anfgeben lassend — So erwartet unser Hirte die Männer und Franc» seiner Heerde — und wie findet er fies Welche Stelle nimmt seine תזרח in ihrem Hause ein? Ist das Allerheiligste ihr angewiesen, also angewiesen, daß das ganze Haus nur ihr erbaut, nur ihrer Vcrwirkltchnng Stätte zu sein erscheint? Ach, mit irgend einem Winkel muß fie sich begnügen, wenn ihr überall noch Einlaß gewährt wird, irgend einem Winkel, einem Feiertags - oder Trauertagswinkel, wo sie das tägliche Leben nicht stört, im täglichen Verkehr nicht ansfällt und — der Gesellschaft von Heute keinen Anstoß giebt! Sie ist nicht mehr Beherrscherin des Hauses, Licht und Leben, Genuß und Freude stammt nicht mehr von ihr, führt nicht mehr zu ihr; ihr wird nicht der Tisch mehr gedeckt, ihr nicht mehr die Kinder geboren und erzogen, ihr nicht mehr alle Sinne nndKräftc, alle Güter und Bestrebungen zngewendet. Als ein — leider noch — unvermeidliches Zubehör, meist noch aus Rücksicht für irgend ein älteres Glied des Hauses, aus Schonung für irgend einen Alten, irgend eine Alte der Familie wird sie geduldet; aber sie sieht eö den Mienen der Jüngern an, ihr Stündlein sei ihr bestimmt und wie man den letzten Alten einsargt, muß auch sie ihr letztes Plätzchen räumen. Oder sie hat sich zu einem Concordat, zu einem Abfinden begnemen müssen, hat ihre eigene Absetzung, ihre eigene Vernichtung, die Vcrzichtleistung auf ihre heiligsten Anforderungen unterzeichnen müssen — nein! nein! Das hat sie nicht gethan! — eonnivirende, weltklngc Abbäs haben in ihrem Namen unterzeichnet, haben in ihrem Namen Verzicht geleistet, : baden in ihrem Namen Schweige» gelobt, Schweigen zu den schreiendlsten Verletzungen ihrer Gebote, zu den empörendsten Höhnungen ihrer Diktate, haben ihre Priester- und Propheten-Mummerei

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.