Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1857)
- Article
- Schofar
- Date
- 1857-10-01
- Page
- 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 SHosar. erndtet, und nähren in ihrem Schooße den Keim, der, einst in die Häuser und die Erziehung unserer Zukunft verpflanzt, dieseZukunft selber in immer trostlosere Gottentfremdung begräbt —׳ Da trifft sie der Schofar-Nuf — es ist derselbe Ruf, der einst ihre Mütter um den Sinai zusammen rief, und ihren Händen zuerst das HeiligLhum seines Gesetzes anvertrante, der für sein Gesetz zuerst das Haus Jakobs und dann erst die Geuteinde Israels verlangte, und in diesem Hause vor Allem aus das Weib, das jüdische Weib gerechnet! Es ist noch derselbe Gott, yoch derselbe Hirte unserer Häuser und Familien, dem noch jedes Hans Jakobs gebaut und jedes Kind in Israel geboren und erzogen werden soll, es ist noch derselbe Hirte, unter dessen Obhut jede Mutter ihren Säugling stellt, der noch alle unsere Hütten kennt und alle unsere Häupter zählt, ihnen das Manna des Lebens und der Erhaltung zu spenden; es ist noch derselbe Gott, dem alle unsere Geister und Herzen angehören, der au3 allen unfern Gedanken und Empfindungen, allen unfern Worten und Handlungen ein Familienleben erbaut wissen will, in welchem vor Allem Seine Gegenwart beseligend wohnt und sein heiliges Gesetz zur Verwirklichung kommt und der für diese beseligende Weihe unserer Häuser und Familien n o ch vor Allem auf das Weib, das jüdische Weib rechnet. Und tritt er nun mitten unter seine in der Nacht des Wahns und in dem Nebel der Verblendung verirrte Heerde, so sucht vor Allem sein Hirteuruf die Jungfrauen unseres Volkes, die künstigen Gattinnen und Mütter Seiner Häuser. ״Kommt, kommt, kommt ihr vor Allem, ihr zuerst zu mir zurück! Wenn eure. Brüder und Väter, wenn eure künftigen Männer mich verleugnen, sie keinen Sinn mehr haben für das, was sie mir schulden und für das, was sie in mir verscherzen, werdet ihr eure unb ihre Retterinnen, bewahret ihr den Sinn für das, was ich für euch und sie gethan, für die Allmacht und Gnade, die euch und sie auf Adlers Flügeln trug und für die Freude unb Seligkeit, die mit* tu meutern Bunde zu finden sind. Seid mein, wiederum mein, ganz mein und werdet die Retterinnen meines Bundes! O, Ihr verliert am meisten dabei, wenn ihr die Häuser nicht wieder meiner Weihe zuruübnuget. Das Haus wird euer Reich, das Haus euer Paradies, das Haus der Tempel, zu dessen Priestertnuen ich euch bestellt, wenn — ihr