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Jeschurun · 1857-10-01 · Heft 1 (Oktober 1857) · p. 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 1 (Oktober 1857)
Article
Schofar
Date
1857-10-01
Page
3 (sequence 3)
Language
German
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Schofar. 3 Leitung überlassen, uns in Seinem Dienste wissen, und damit an jeder Stelle, auf jedem gewonnenen Plätzchen, in Allem und mit Allem den Frieden und die Freude und die ungetrübte Seelenheiterkeit gewinnen, die Er allen Seinen blühen lassen will und in denen wir Alle, Me, uns um den Einen Einzigen einheitlich zusammen finden sollen, — um den Einen Hirten die Eine, allverbrüderte Heerde! Und was sind wir geworden? Den Einen haben wir verlassen und haben damit auch Einer den Andern verloren! Die Entferntesten sollten sich nahe sein und die Nächsten sind sich ferne geworden« Es versteht der Vater den Sohn nicht mehr, der Bruder kennt den Bruder nicht. Denn es geht Jeder auf andere Weide, hat Jeder einen andern Hirten und sucht Jeder an anderer Stelle und in anderer Weise das Kleeblatt der Freude und des Glücks und des Friedens. כלם לדרכם פגו איש לבצעו מקצהו״ , Jeder hat sich seines Weges gewendet, Jeder seinem Interesse zu von seinem vereinzelten Standpunkt!" Wir haben die Tage der Prüfung nicht bestanden. Jahrhunderte, Jahrtausende lang hat uns der Eine geführt, hat Sein Ruf uns auf der Einen Weide Seines Geistes und Seiner Lehre zusammengehalten. Da kam ein Tag, eine kurze Zeit des ״Gewölkes und des Nebels", eine kurze Zeit der Versuchung und Prüfung, eine kurze Zeit Welt erschütternden Wetters. Alle sollte es erschüttern, wir sollten die Ruhe bewahren. Alle Hürden sollte es niederwerfen, unsere Hürde aufrecht bleiben. Me sollte es zu einem andern Hirten und zu einer andern Weide führen, wir allein bei »nserm Hirten, auf unserer Weide harren; denn es war eben unser Hirte, der das Unwetter sandte, und es war ja eben unser Hirte und unsere Weide, zu denen sie Alle am Tage des Gewölks und des Nebels sich flüchten sollten. Es war ja eben unser Hirte, der sein Unwetter als seinen Herold sandte, sie Alle zu sich — und uns zu rufen. Wir haben aber sein Werk nicht begriffen und haben sein Walten nicht verstanden. Weil wir sie Alle bestürzt von ihren Hirten eilen sahen, haben auch wir unsern Hirten verlassen. Weil sie Alle aus ihren'Hürden flüchteten, haben auch wir unserer Hürde nicht mehr getraut. Weil wir sie Alle eiuen neuen Hirten unfeine i # .

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