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Jeschurun · 1857-09-01 · Heft 12 (September 1857) · p. 643

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 12 (September 1857)
Article
Aus Hamburg
Date
1857-09-01
Page
643 (sequence 2)
Language
German
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Aus ,Hamburg M. 643 So äst cs auch seither gehalten worden ,in Israel. Nicht Wsere Vorestexn am Sinai allein haben das ewig denkwürdige disAsss MMsollpa» gerufen, auch unsere Väter in Spanien, Frankreich und .Deutschland haben das glänzende Zeugniß abgelegt, daß ihnen -die Moxa mehr als bloße Theorie., als bloße Wissenschaft, als eitel Ngtionallitcratur und Poesie, daß sie ihr nicht allein ihr ganzes Geistes- und Gcdankciücbcn geweiht, sondern daß sic diese Thora als ihr ganzes Thun -und Lassen regelndes und bestimmendes Gesetz anerkannten und sic diese Anerkennung nicht nur in der Synagoge hie Hand auf der Thora ,mit lanttvncndcr Stimme ablegtcn, oder mit Cborgcsang und Orgclklang, mit Trompetcnschall und Rednerschw.all dieser Moral) die Huldigung darbrachtcn — sondern , daß sie ihr ganzes Leben für die Thora cinsctzten, jede geringste und gWßtc Handlung!ihrem Ausspruche unterwarfen., und wenn cs galt, UV shxcswjllen Vermögen -und Heimath zu missen., oder selbst den Tod zu,erleiden,, .sie auch hierzu bereit waren, ,und mit Weib und Kind i.y die Fremde oder in den Tod gingen. Vei »ns iß .dys nun freilich anders geworden. ,Unser Senat beu.kt ppr ,der ,Hand noch nicht daran, sich zum zweiten Antiochus Khiphanes zu machen., und unsere guten Hamburger Bürger xonstitmrcn!sichsür's Gyste noch nicht als Krenzritrerschaar; wir lönncn daher mit Zuversicht nicht sagen, wie sich die Hamburger Juden jetzt solchen .Verhälnissen gegenüber benebmcn würden. Unserer i.yngrsten .Ueberzeugung dach ,aber dürften Angesichts solch' roher., gewaltthähiger Anforderungen sich der größte Thcil unserer ,G.eWeinde als vürdige Sohne Juda Makabäus' ,erweisen. Aber auch nur dergleichen Ausbrüchen der Rohheit-und des Aberwitzes, die die völlige MrtUgung,der Juden zmn Zweck haben, gegenüber. Höchst traurige, betrübende Erscheinungen bat!aber!Unsere Mniesndc bei dem Wegfall des Wahnes und des Vorurtheils ver!- gaug-cner trübex Zeiten aufznweisen. Wir wollen hier selbstverständsich nicht dvn!denen r,edxn, die schon gänzlich mit .dem Zudcnthume gebrochen zu haben wähnen, denen das jüdische Gesetz kaum -noch Wissenschaft ist, die nur noch Juden her Geburt and wix freuen ziKs,, hinzusetzen können — dem weichen jüdischen Herzen nach, dadse H.Wd zv>n,.beständigen Weben ossnet, sind- Wir haben vielmehr die im UM, ׳die sich noch bekeiMn zur alte» FalM, die sich noch

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