Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 12 (September 1857)
- Article
- Über die Entzifferungsmittel der Keilinschriften
- Date
- 1857-09-01
- Page
- 639 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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der Feil-Inschriften. 639 ist, aus welcher das neuere Persisch stammt. Dies! -ist daher die Antwort auf die Frage, welche wir -oben gestellt haben. III. Da die Kcnntiiiß der persischen Texte eine erwiesene Thatsache ist, so muß -sie u!1S alö Mittel dienen zur Vcrdolmctschung der doppelten Ucbersctzungcn von denen sic ׳stets ׳begleitet sind. Die im Grund arische Sprache der alten 'Perser wurde nicht in der ganzen Ausdehnung des Darius'schen Reichs gesprochen, obgleich sie säst allwärts die amtliche Sprache war. Die Arier selbst, deren erste Wohnplätzc sich im äußersten Osten ׳befanden, waren dem Westen erst zu einer heute vollkommen bestimmbaren Epoche näher gerückt. Die Perser waren in Assyrien, Medien und andern westlicheren Ländern auf turanische (fcythische, -tatarischfinnische) und semitische Bevölkerungen׳ gestoßen; allein trotz 'ihrer großen Macht waren 'sie nie im Stand, ihre eigene Sprache je!!- scits der Gebirge zu verpssanzcn, welche die durch die Zuflüsse des Euphrat und Tigris bewässerten Länder von dem eigentlich sögenannten Iran trennen. Westlich der Berge Tagros und CambcliduS sprach man seit unvordenklicher Zeit, gerade wie noch heute, ein semitisches Idiom, das selbst über die Sprache eines uralischen VolksstammS, in dessen Besitz das Land vor der Ankunft der Sohne Sems gewesen war, gesiegt hatte. Obschvn diese nördlichen Völkerschaften wieder hinter die Gebirge zurückgctriebcn wurden, behaupteten sie sich doch in Medien, in Parthien und in den nördlicher gelegenen Ländern. Wiewohl die arischen Sieger ihre Sprache in einem goßen Theile MedienS und in .ganz Persien zur herrschenden machten, gab doch ein ansehnlicher Bruchtheil der medischen Bevölkerung seine turanische Mundart nicht auf, und dieses Phänomen hat sich bis auf unsere Tage erhalten. slm sich den scythischcn Bevölkerungen MedienS und der semitischen Nation des unterjochten Assyriens verständlich zu machen, opferten die Könige Persiens weislich den Erfordernissen der Lage einen falschen Nationalstolz, und ließen sich herbei, ihren persischen Meten llebersetzuugcn in mcdisch-seytischer und in assyrischer Sprache beizufügcn, welche letztere selbst die stolze Sprache des Cyrus überlebte. Wir aber, die uachgxborncn -Erforscher der