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Jeschurun · 1857-09-01 · Heft 12 (September 1857) · p. 634

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 12 (September 1857)
Article
Über die Entzifferungsmittel der Keilinschriften
Date
1857-09-01
Page
634 (sequence 4)
Language
German
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6’34 Uebcr die Entztfferuiigsmitk! sc, fast identische vorhanden waren. Bei beiden fand sich oft ein Wort wiederholt, das er dilrch König verdolmetschen zu können glaubte. Der einzige Unterschied, welchen diese beiden Dokumente boten, war der: die erste Inschrift begann mit einer Gruppe, die wir A nennen wollen. Die zweite Inschrift zeigte im Anfang die Gruppe B. Das übrige der beide» Texte war fast ganz gleich: nur im ersten Document allein fand sich in der Mitte eine Gruppe 0. Die zweite Inschrift zeigte an der Stelle dieser Gruppe 0 das den ersten Text beginnende Wort A. Grotefend schloß daraus, daß A, B, C Eigennamen seien, und daß er eine Geschlechtsfolge vor sich habe, in welcher 0 der Vater von A, und A der Vater von B sei. Allein auf 6 folgte nicht die so oft wiederholte Gruppe, von welcher Grotefend glaubte, daß in ihr die Bedeutung ״König" liege. Der deutsche Gelehrte folgerte daraus, daß 6 nicht regiert, sondern daß nur A eine Dynastie gegründet hatten. Wer konnte dieser König sein, und wer war sein Sohn? Grotefend wußte aus den alten Schriftstellern, daß die Könige aus dem Geschlecht des Achämenes den Palast von Perscpolis gebaut hatten. Diese Idee war schon von Reisenden geäußert worden, welche wegen dieser merkwürdigen Texte des asiatischen Alterthums den Weg nach Persepolis eiugeschlagcn hatten. Unter den persischen Königen gab es nur zwei, denen man die Gründung einer Dynastie zuschreiben konnte, Cyrns und Darius. Was erstem anbelangt, so schien das Wort A zu lang, um den Namen des Gründers des Reichs ausdrücken zu können, und außerdem hätten 6 und B identisch sein müssen, weil der Vater sowohl als der Sohn des Cyrus den Namen Kambyses führten. Von Cyrus absehend, entschied sich Grotefend für Darius; er asstmiltrte daher die Gruppe C dem Hystaspes, und B dem Lerxes. Er begann nun kühn, mit Zuratheziehung des Hebräischen und der griechischen Worte Aaqiav-m und Aaqitoi die Gruppe A auf folgende Weise zu buchstabiren: D AE H W V SCH Wettere Studien stellten fest, daß er sich nur hinsichtlich des Zeichens getäuscht hatte, welches y darstellt, und dessen wahren Werth

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