Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 12 (September 1857)
- Article
- Über die Entzifferungsmittel der Keilinschriften
- Date
- 1857-09-01
- Page
- 633 (sequence 3)
- Language
- German
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tkte Demokc'itus über die heilige Schrift BAbhIbAH sö würden wir vielleicht Geheimnisse onthsillen, welche uns a«och Utt'crkärlich sind. Ü. Die Entdeckung Ninivc's bewies endgültig, dH das M warts 'an die dritte Stelle gefetzte Schristsystem wirklich dasjenige ist, besten sich die Assyrier bedienten. Die Gelehrten hatten diese, erst vor fünfzehn Jahren bestätigte Thatsächc in Zweifel gczogeng allein man hatte dieses 'System der aNsckMlcnden SchwieriAeit wegen, welche den Gelehrten den Muth benahm-, vernachlässigt, und sich -vorzugsweise der Prüfung der ersten Schriftart zngewendct, die viel leichter zu entziffern schien., »ad cs in Wirtlichkeit auch war. In -der That hat die Entzifferung des alleinigen ersten Systems die Verdolmetschung der assyrischen Texte möglich gemacht. Mas war dieß für ein Alphabet? was war dieß für eine Sprache-, was war es für ein Volk, welches sich dessen bediente? Und auf welche Weise ist es möglich geworden, diese Fragen zu beantworten? Durch die einfache Mnthmaßung eines Gelehrten, oder wenn man will, durch einen jener glücklichen Zufälle, auf die nur geistreiche MänNcr ein Vorrecht besitzen. Wir bestehen um so mehr auf der Verdienstlichkeit dieser 'ersten Arbeiten Karl Ludwig Grotefends -ans Hannover, als man ihm in den jüngsten Zeiten die Palme, die er verdiente, :zu entziehen trachtete. Er hat zuerst, und zwar schon im Jahr -1802, der Entzifferung der Keilinschriften die Bahn gebrochen. Seine Versährungsweise erinnert an die Geschichte vom Ei des Columbus. Folgendes sind die Matsachen: Wir haben gesehen, daß eines der drei Systeme unveränderlich die erste Stelle cinnimmt. Hieraus schloß Grotcfend, daß es die Sprache der Gebieter von Persepolis auSdrücke. Ein glücklicher Umstand machte diese Idee fruchtbar: cs fand sich, daß diese erste Schriftart die einfachste war, und daß sie nur ans einer sehr be- 'schränkten Anzahl von Charakteren bestand. Ucbrigcns hatte bereits Niebnhr auf diese Thatsache hingcwicsen. Außerdem bemerkte der Hannoversche Gelehrte, daß nach gewissen Mengen von Charakteren ein Querkeil sich fand, in welchem er einen Hinweis auf die Trcnnnng der Worte zu sehen glaubte. Bei der -Vergleichung der InsWften an den Moren von Persepolis sah Grotefend, daß zwei