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Jeschurun · 1857-09-01 · Heft 12 (September 1857) · p. 627

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 12 (September 1857)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1857-09-01
Page
627 (sequence 13)
Language
German
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Grundlinien einer jüdischen Symbolik. 627 wenige Gedankenkreise beschrankt bleiben. Je vollständiger wir nun die Persönlichkeiten, zwischen welchen, so wie die räumlichen und zeitlichen Verhältnisse kennen, in welchen sich das Symbol bewegt, um so beschränkter wird immer die Zahl der Deutungsmöglichkeiten werden, zwischen denen unser Verständniß schwanken dürfte und um so weniger unser Verständniß der Irrung ausgesetzt sein. Wir haben uns daher jederzeit mit einer möglichst vollständigen Kenntntß der Persönlichkeiten, der räumlichen und zeitlichen Verhältnisse zu rüsten, zu welchen das Symbol in Beziehung steht. Hat nun der Urheber des Symbols dasselbe nicht schweigend gesetzt, hat er es mit Worten begleitet, hat er es nicht isolirt, sondern in bestimmter Zusammenordnung mit andern ausgesprochenen oder symbolisch bezeichneten Verhältnissen hingestcllt, so wird durch alles dieses das Feld, innerhalb dessen die Bedeutung des Symbols zu suchen ist, ein immer enger umschriebenes, und unser Blick eine immer festere, gesichertere Richtung gewinnen. 13. Die Wahl eines Gegenstandes und einer Handlung zum symbolischen Ausdruck eines Gedankens wird sich immer durch eine Verwandtschaft derselben mit dem Inhalt des Gedankens leiten lassen. Ist daher das Sehfeld, innerhalb dessen wir die Bedeutung des Symbols zu suchen haben, möglichst abgegränzt, so werden wir innerhalb dieser Gränzen denjenigen Gedankenkreis oder diejenige Gedankenreihe zu suchen haben, zu welchen der zu erforschende symbolische Gegenstand in irgend einer Beziehung steht. Diese Beziehung kann eine physische, sociale oder historische sein. Diese Beziehung kann sich auf die natürliche Eigenschaft des symbolischen Gegenstandes, aus dessen menschengescllschaftlichc Bedeutung oder auf ein geschichtliches Ereigniß gründen, in welchem dieser Gegenstand bedeutsam hervorgetreten. In vielen Fällen wird auch bereits dieser Gegenstand in der Sprache, in welcher der auszudrückende Gedanke gedacht worden, als Metapher, oder als metaphorischer, bildlicher Ansdruck gebräuchlich sei» und daher mit um so größerer Voraussetzung allgenicinen Verständnisses zum Symbol haben genommen werden können. Nur aus einer sorgfältigen Beachtung aller dieser Momente, also

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