Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 12 (September 1857)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1857-09-01
- Page
- 628 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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6W GÄMinkn ci!M jützMcn S.yMoM des persönlichen, räumlichen undzeitlichen Zysammen- Hangs, der hie Symboleinsctzung begleitenden Morte, dw ZnsamMuordvnug mit andern Verhältnissen, der. physischen, socialen oder historischen Bedeutung des Gegenstandes, der metaphporischen Bedeutung desselben, in dev! voravszusetzcndcn Sprachgebiete, schließlich aber endlich aus der sorgfältigen Erfassung des symboli« scheu Gegenstandes und der symbolischen Handlung in allen ihren wesentlichen ThcSen, wird sich mit möglichster Zuverlässigkeit die Bedeutung eines Symbols erschließen lassen. Eine jede gefundene Deutung wird sich aber unerbittlich der Probe zu unterziehen haben, obder als Symbol erkannte Gegenstand und die als Symbol er-- kannte Handlung in allen ihren wesentlichen Thcilen und in ihrem Zusammenhänge mit den betreffenden Persönlichkeiten, örtlichen und zeitliche״. Verhältnissen, sowie mit den Morten, die sic begleiten und den andern Beziehungen, in deren Zusammenordnung sie erscheinen, sich also verhalten, daß der anfgcfundenc Gedanke der von dem Urheber des Symbols beabsichtigte Gedanke sein könne. Die gcistreichste Erfindung wird zurüchzuweisen sein, sobald sie mit einer dieser wesentlichen Beziehungen des Symbols in Widerspruch steht, und nur diejenige Annahme Wird sich rechtfertigen lassen, nach welcher aTe diese Beziehungen des Symbols in ungezwungener har-, momscher Erklärung ihre Berechtigung finden und sich wie die rsn.» fachen Consequevgen ans einem einzigen, hohem Gedanken construircv lassen. Es ist daS im Grunde nur dieselbe Methode und dasselbe Wsnltat, durch welche eine jede besonnene Hermeneutik eines Schrifstückes sich leiten lassen und an welchem sie ihr Genüge finden muß. Zehn verschiedene Erklärungen mögen zehn Commmtatoren von einem und demselben Verse geben. Wir werden aber nur die als die richtige er-- kennen, nach welcher aste sprachlichen Eigenthümlichkeiten der Worte und der Sätze und der Zusammenhang und alle Beziehungen,, in denen sie erscheinen, ihre berechtigte Beachtung und Erklärung finden. Hier wie dort wird sich kein Resultat mit mathematischer Gewißheit finden lassen. Allein wir werden mit entschiedenster Ge? wißhcit. Falsches abweiscu und für eine positive Annahme UNS mit dem Motive zu entscheiden haben: nach sorjältigstcr Erwägung vcr--