Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 12 (September 1857)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1857-09-01
- Page
- 625 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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GkuMnrcn clncy jüM/cn SyMoliki 625 ist, so werden wir uns sofort sagen: die Deutung eines Symbols ist nur möglich in seinem Zusammenhangs mitder Persöulichkcit, von der cö ausgegangen mit der Persönlichkeit-, an, die cs gerichtet ist, mit der Deutlichkeit, wo und mit dem Zeit-- Moment, in welchem cö anstritt, kurz, nur im ganzen pcrsöy-: lichcn, räumlichen und zeitlichen Zusammenhängeläßt, sich die- Bedeutung eineö Symbols erforschen, und ein jeder Versuch, einSymbol hcransgcrisscn ans diesem Zusammcnhangc zu erklären, begicbt sich von vorn herein deö Anspruchs auf Wahrheit suchende Forschung:. Nur aus diesem Zusammenhänge vermag ich die Absicht: de:S Urhebers deö Symbols zu ergründen und nur auö dieser Absicht hie Veden-, tung seines Symbols finden. Kenne ich den nicht, dermir so eben die Hand gedrückt, kennt er mich nicht, weiß ich nichts von einer Beziehung seiner Vergangenheit oder seines gegenwärtigen Momentes zu mir, kann ich bei ihm ebenso wenig ein Bewußtsein vo.n der- Bedeutung des gegenwärtigen Momentes für mich voraussetzeu, so, bleibt wir sein Händedruck, die einfachste, natürlichste symbolische Handlung, eine vieldeutige und eben darum ewig verschlossene Sphynx. Selbst einen Händedruck verstehe ich nur in seinem ganzen Pcrsön-, lichcn, zeitlichen und räumlichen Zusammenhänge, und ich dürfte es wagen, ein mir ferne stehendes, fremdartiges Symbol außer diesem Zusammenhänge zu deuten? Kann doch selbst eine Schrift nur in ihrem Zusammenhänge mit der Persönlichkeit dessen, der sie geschrieben, sowie der Persönlichkeit dessen, für welche sie geschrieben, der- Oertlichkeit, wo und den Zestverhältnissen, unter welchen sic geschrieben worden, richtig verstanden werden, muß ja noch mehr innerhalb der Schrift ein jeder Satz, ein jeder Satzthcil, ein jedes Wort nur im ganzen Zusammenhänge mit allem klebrigen erforscht werden, wenn cm richtiges Verständnis! erzielt werden soll! Läßt sich doch aus einem hcrausgeriffeucn Sah alles Mögliche machen! Ist aber die Betrachtung im Zusammenhänge selbst zum Verständniß der Schrift, dieser doch fast unmittelbaren symbolischen Firirnng des gesprochenen Wortes nothwcndig, so wird sie bei dem immer noch viel mannigfacherer Bedcutnngsmöglichkcit unterliegenden Symbol zur unerläßlichsten Pflicht. Ob daS Bild einer Schlange nur die natürliche Gestalt dieses Amphibiums v eranschanlichen, oder sym-