Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 12 (September 1857)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1857-09-01
- Page
- 621 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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©nmWSnfrra ׳einet jnUschm Cymkülk. 4521 fc$ Grundsatzes!zu bcthätigcn. Ae!lebendiger baS Bewußtsein!der Einheit ln einem Volke lebte, je mehr!diese Einheit von bestimmtlen!geistigen Prinzipien getragen!ward, in deren gemeinschaftlicher Anerkennung eben das Volk ׳sich als eine Gcsammtheit, als eine Einheit suhlte oder suhlen sollte, um so mehr sehen wir in seinem pvWifchen und religiösen Leben Symbole und symbolische Handln!!- gen hervortrctcn. Je schwächer dieses Bewußtsein der Einheit -in den Völkern wird, je weniger sie sich als von einer gemeinsamen Vergangenheit und einer im Prinzipe gemeiusamen Aufgabe getragen suhlen ך je weniger ihnen selbst ihre gesonderte >Gesam!nt-Eigcnthümlichkcit etwas bedeutet, je inehr das Individuum mit seinen Sonderinterefsen und seiner! individuellen Ansichten und Bcstrebungen geltend!in den Vordergrund tritt und die Gemeinsamkeit der Prinzipien, und die Wahrhaftigkeit eines gemeinsamen Zusammen- Wirkens in der Wirklichkeit schwindet, um so mehr sehen wir auch Symbole nnd symbolische Handlungen aus dem staatlichen und religivsen Leben der Volker schwinden. Das antike und moderne Leben 'der Volker giebt die Belege. 'Außer dem Vorzug, den das Symbol und die syillbolische Handlung vor demAuSdruck in der Tousprachc darin haben, daß sie zu ihrer Verwirklichung bei! ׳-ganzen Menschen und diesen länger ln Anspruch nehmen als sollst bas zu sprechende Wort eisordern würde, Haben 'Symbol nnd symbolische Handlung als Mittel ׳der Erkenntniß und Anerkenntniß einer Gesammtheit noch bas voraus, 'daß: a) bas Syntbol gleichzeitig 'von Hundcrttauscnden gehalldhabt, die Handlung gleichzeitig von Hundcrttnnsenden 'begangen nnd in dieser Gleichzeitigkeit um so prägnanter die Gleichheit und Einheit der Gesammtheit in dieser Erkenntniß nnd Anerkenntniß zmn Bewußtsein gebracht werden; daß b) namentlich das Symbol uns ein ganzes Leben hindurch unter den verschiedensten Beschäftigungen begleiten nnd uns so immer wiederholt seinen Inhalt zur Erkenntniß und Anerkenntniß entgczentraaen kann, ein Vorzug, aus welchen der ׳Ausdruck in Wort, und meistens auch in Schrift verzichten muß. 7. Haben aber Symbol und symbolische Handlung entschiedene Vorzüge in -der -größer!! Summe von!Kraft und Zeit, -die sie in