Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 12 (September 1857)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1857-09-01
- Page
- 620 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2932754-2932835-2932848-2941452--02918-2941509- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
M AMAM «M 'MM OhWÄIk. MrckSWr, Mühe M Ml, M 4>cN ZMM Mi so Mächtige BMiitnirg bcMD? Daß W Fkeuüdt länge zuWr dkü GedMen und W Gmpfindung des gegenwärtigen AvgeMM Mieipiit, und ihre Kraft und Müht, ihr Vermögen und ihre Zeit daräü gesetzt, diesem Gedanken, dieser Empfindung den Mspttrhiwbin Ausdrück zu lcilM, daß sic ferner dem Aüsdrnck dieses Gedankcns und dieser Empfindung einen größer»! Zciträüin 'als den des flüchtigen Augenblicks gewährt, ihn vielmehr durch eine Handlung vermitteln, die sie mehr als einen Augenblick in Anspruch nimmt, während welcher 'sie alle änderen Beschäftigungen bei'Seite lassen und sich ganz und ausschließlich der einen Tchätigkeit hingcbeü, den Gedanken und di'e Empfindung des gegenwärtigen Momentes knNd zu thun, daß sie endlich dem geschehenen Ausdruck ihres Gedankens und ihrer Empfindung durch ein bleibendes Zeichen die Däner der -Erinnerung sichern möchten, das isi's, worin sie eben bekunden, wie tief und ernst dieser Gedanke, diese Empfindung in ihnen -lebendig fici, Wie cs nicht b'loö 'eine flüchtige Bewegung des Augenblickes, eine mir die Oberfläche ihres Wesens berührende Regung, Und wie groß der Werth sei, dm sic selbst diesem Gedanken und dieser EmpfindUNg zollen; und eben hierin liegt die Macht des Zeichens und insbesondere der syinbdlischcn Handlung. Diese Macht und dieser Werth des Zeichens und der symbolilischen Handlung ist eS nun aber anch zuerst, die Zeichen und Handlung sich da als Mittel des Ausdrucks empfehlen ließen, wo eins'wichtig erscheinende Thatsachc oder Lehre, eine Wahrheit, ein Grundsatz zur bleibenden und immer wiederholt zu erneuernden 'Erkcnu'iniß und Anerkenntnis) dargeb'otcn, insbesondere aber da, wo diese Erkenntnis! und Anerkenntniß von einer Masse, einer Gesämmt-- heit, einem Volke vollzogen werden sott. Da hat man sich nicht damit 'begnügt, die Thatsache zu rcgistrircn, die Lehre, die Wahrheit,/den Grundsatz auSznsprechcu, man stiftete der Thatsache ein Denkmal, man schuf der Lehre, der Wahrheit, dem Grundsatz ein Symbol, man faßte die Erkenntnis! und Anerkenntniß derselben in eine bestimmte, entsprechende symbolische Handlung und lud die Gesammlhcit, das Volk, zu immer wiederkehrcnden bestimmten Zeitcn in Begehung dieser symbolischen Handlung die Erkenntnis! und Anerkenntniß dieser Thatsache Md 'Lehre, dieser Wahrheit und die-