Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 11 (August 1857)
- Article
- Geschichte der Juden
- Date
- 1857-08-01
- Page
- 566 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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566 Geschichte der Juden so« vr. GrLH. Elster Abschnitt, 2. gtM W Folgende» dev Verfasser bin Beweis / wie thM selbst das einfachste Verstänbniß des פשט in einem Grade abhanden gekoMMen, den man selbst einem ^3ר בי רב דחד יומ nicht verzeihen würde. ׳ Er erzählt zuerst, eiste weitere Differenz zwischen R. Jsmael und R. Akiba habe darin bestanden, daß nach R. Jsmael die nicht in der Schrift ausdrücklich angegebenen, sondern lediglich aus Schriftfolgerungen und Deutungen,gewonnenen Gesetzesbestirnmungen nicht so viel Kraft und Gewißheit haben, um sie Wiederum als Prämissen zu neuen Folgerungen zr! gebrauchen, währeNd R. Akiba denselben auch in diesem Falle Gleichberechtigung;»erkannte, und verweist auf j. Kiduschin I, 2. עד כדון כר״ע ראית ליה למד מ• הלמד ונו'. Abgesehen nun, daß sie dort auch nur in;משמעות דורשי differiren, so ist überhaupt der Satz in der all gemeinen Bedeutung, wie ihn der Verfasser nimmt, durchaus Unwahr. Die Differenz, hinsichtlich des למד ט! הלמד ist durchaus nur auf die einzige Ableitungsregel היקש beschränkt, daß nach R. Jsmael דבר הלמד בהיקש selbst bei חולין nicht חוזר ומלמד בהיקש so wie dies bei קרשיס allgemein anerkannt ist. (Siehe Sebachim 59 d. Schebuoih 10 a und Nascht das.). Siehe auch (Sebachim 57'a). Jst's doch gerade R. Jsmael, der selbst bei קדשים lehrte, daß 'דבד הלמד בהקש הוות מלמד בקו, ja, der für diesen folgenreichen Satz den einzigen Gewährsmann bildet!!! Siehe (Sebachim 41 a, 49. 50) *) Wenn aber der Verfasser nun noch beifügt: ״Vergl. Nasir 57 a, wo R. Akiba aus einer Halacha eine Schlußfolgerung formulirt! דמן קו' מחלבה", so verdient dies eine doppelte Rüge. Einmal: wollte nur R. Akiba als Schüler vor R. Elieser und R. Zosua eine solche Schlußfolgerung formulireu, wurde aber von Beiden belehrt, daß man aus einer Halacha keine 'קו folgere. Sodann handelt es sich ja dort gar nicht darum, auf einer ״aus Schlußfolgerung und Deutung gewonnenen Gesetzbestimmung'' eine neue Folgerung zu bauen, sondern gerade umgekehrt aus einer Gesetzbestimmung, die nicht durch Schlußfolgerung oder Deutung, sondern nur durch sinaitische Tradi- *) j. Sotah v, 2. 'דן רי׳דין מן הדין בלומר קו' מקו Stehe daselbst Komme«» מראה פגיפ