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Jeschurun · 1857-08-01 · Heft 11 (August 1857) · p. 563

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 11 (August 1857)
Article
Geschichte der Juden
Date
1857-08-01
Page
563 (sequence 7)
Language
German
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R, Akiba und R. Zsmacl. 563 ja (Sifri zu N. 5. 6): ר״ע אומר כל מקום שנאמר בה לאמור 8רי1 ליררש! Allein wir bitten den Verf. uns auch nur eine einzige Halacha zu nennen, die 91. Akiba aus irgend einem לאמור abgeleitet hätte! Auch dort zur Stelle findet sich nichts dergleichen.■*) Es ist klar, daß R. Akiba nicht mit diesem Satze gesagt habe, überall sei das Wort לאמור zu deuten; sondern jede Stelle, die mit לאמור eingeleitet ist, sei dadurch als eine solche bezeichnet, die der erläuternden Forschung bedürfe. Es ist wahrlich traurig, solche Armseligkeiten widerlegen zu müssen. Es sind aber diese angeblichen Ueberschwänglichkeiten nicht nur in Bezug auf N. Akiba eine vollständige Unwahrheit; sie sind auch in Beziehung auf den Talmud überhaupt nicht wahr. Von den vielen Hunderten von Eth, die in der Thorah Vorkommen, glauben wir kaum, daß die in der Halachah gedeuteten zwanzig bis dreißig übersteigen. Von allen den Etk- Deutungen des Schimeon oder Nechemia aus Emmaus, Kiduschin 57 a tst uns ferner keine Einzige als namentlich von ihm herrührend, aufbewahrt. Die einzige Etb- Deutung, die wir vom Nachum aus Gimso, Chagiga 12 3, durch den Mund seines Schülers Sft. Akiba kennen, ist, wie wir dies bereits wiederholt nachgewiesen, vollkommen syntaktischer Art, berührt übrigens in keiner Weise die Halacha, ist vielmehr, ebenso wie die vom R. Jsmael aus Bcreschith Rabba bekannten, rein aggadisch, so wie ja auch das Akibaische Wort: , אח ד' אלדיך הירא לרבוח תלמידי חכמים oder לרבות חורחו mehr der Aggadah angehört. Und so liegt die Vermuthung nahe, daß die EtL-Deutungen des Nachum aus Gimso und des Schimeon oder Ncchemjah aus Emmaus, von denen es'allerdings heißt: שהיו רורשין כל אחין שבחורה, entweder rein syntaktische Erklärungen wa/eu, oder dem bei weitem größten Theile nach der Aggadah angehörteu und für die gesetzliche Halacha keine Bedeutung hatten. Nur so dürste es sich erklären lassen, weshalb von allen diesen Deutungen kaum einige auf die Nachwelt gekommen sind. Die halachischen Deutungen eines jeden לאמור sind aber vollends ein Traum. Uns ist nur das schone Wort des R. Mosia *) Im Eingang zur Mechiltha geben R. Jsmael, N. Eliescr und R. Akiba, jeder eine Deutung des לאמור , die aber in keiner Weise die Halkcha berührt.

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