Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1857)
- Article
- Siwan
- Date
- 1857-06-01
- Page
- 447 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Stwan» 447 Ueberschwengltchkeit eines verlornen Geschlechtes, die ihren Kindern die Lehre ihres Gottes vorenthält, damit ihr Gewissen nicht beschwert werde und sie die Abgründe nicht gewahren, an denen sie wandeln, und skrupellos, ohne Furcht und ohne Zagen den Fußtappen folgen, die die Gewissenlosigkeit ihrer Väter für sie ausgetreten — laß sie lachen die Lacher, laß sie spotten die Spötter, laß sie jubeln die ״Klugen", 'וידבר «?*די hörst du vom Sinai am Horeb»Feste, es ist Gott, der das Gesetz gesprochen, an dem du hältst und für das du dein Kind erziehst, und es ist besser dein Lebelang von aller Welt verlacht zu werden, als einen Augenblick schuldbeladen stehen vor deinem Vater tm Himmel מוטב שוטה כל ימיו ולא שעה אחת רשע בפני אבינו שבשמים , — cs ist besser, dich nnd dein Kind der Leitung deines Gottes zu überlassen, als dich und es der von Vortheil unb Genuß geblendeten Alltagsweisheit der ״Klugen" anzuvertrauen — Sind sie denn ruhiger, sind sic denn glücklicher, sind sie denn ihres Lebens froher, sind sie denn ihrer Zukunft sicherer, die jenseits des schmalen Gottes- Weges wandeln? Ist denn die Klugheit des Fuchses mit einem Male Weisheit und die Aktbaische Weisheit Thorhctt geworden? ״Einst", so erzählen die Urkunden vergangener Zetten, ״einst hatte fanatische Tyrannei Israel die Beschäftigung mit der Thora verboten. N. Akiba aber kehrte sich nicht an das Verbot. Da fand ihn Papus S. Juda große Zuhörerkreise um sich versammelnd und öffentlich Thorah lehrend. Fürchtest du dich denn nicht vor der Negierung, Akiba? fragte ihn Papus. Will dir eine Fabel erzählen, crwiederte R. Akiba. Einst wandelte ein Fuchs am Flußufer und sah die Fische ängstlich von Ort zu Ort zusammenlaufen. Vor Wem fliehet ihr? fragte der Fuchs. Vor den Netzen erwiedertcn sie, die die Menschen uns in's Wasser dringen. Kommt herauf ans Trockene, entgcgnete der Fuchs, dann wollen wir vergnügt zusammen leben, wie meine und eure Väter zusammen gelebt. Dich nennt man das Klügste der Thtere? antworteten die Fische, du bist nicht das klügste, das thörichtste bist du. Wenn wir in unserm Lebenselemente zu fürchten haben, um wie viel mehr erst, wenn wir das Element unseres Lebens verlassen haben! So auch wir. Jetzt, wo wir uns mit der Thorah beschäftigen, von der es heißt: sie ist dein Leben und die Dauer deiner Tage, trifft uns Solches, wenn wir erst von ihr lassen, wie wird es dann erst sein?! Es dauerte auch nicht lange, da ward