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Jeschurun · 1857-04-01 · Heft 7 (April 1857) · p. 343

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 7 (April 1857)
Article
Nissan
Date
1857-04-01
Page
343 (sequence 13)
Language
German
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Die ארבעה ■ מים. 348 Hirn, da trägt uns kein Boden, da fächelt uns keine Luft, da leuchtet uns kein Strahl, da reift uns keine Frucht, da lebt uns kein Thier, da gedeiht uns kein Kind, mit denen wir nicht durch und durch Ihm angehörtrn. Nichts haben wir eigen. Wir hatten Alles eingebüßt, und Er gab uns Alles wieder, auf daß wir Alles in Seinem Dienste verbrauchen. Wir waren Menfchenkncchte. Er hat unsere Fesseln gesßrengt, damit wir Seine Diener seien. Für uns giebts keine Wahl. Wir verharren entweder in seinem Dienste und sind daun die freiesten Menschen auf Erden; oder wir kündigen ihm Seinen Dienst und werden dann wieder der Spielball unter den Fußtritten der Menschengewalt. ״Wenn du — in deiner Ohnmacht — das Volk aus Mizrajtm führst", fährt die oben begonnene Gottesantwort fort, ״so werdet ihr — du und das Volk — an diesem Berge in den Dienst Gottes treten!" — Indem daher Gott von uns Handlungen forderte, mit welchen wir in der Stunde der Erlösung unsere Huldigung, Hingebung und unsern Gehorsam Ihm bethätigen, und alle Zeiten hindurch diesen Gehorsam, diese Hingebung und Huldigung immer frisch erneuen sollten, gebot er uns solche Handlungen, die uns nicht nur die Erlösung aus Egypten überhaupt, sondern die uns den Charakter dieser Erlösung, die uns das חוזק יו־ das durchaus überwältigende Göttliche dieser Errettung auf das Entschiedenste ins Bewußtsein rufen. Ueberall bei חמץ ומצה, bei תפלין und בכורות wird auf dies חוזק יר, aus die יד חזקה mit Nachdruck hingewiesen und alle die Gebote vergegenwärtigen das durch und durch Göttliche unseres geschichtlichen Ursprungs und die daraus hervorgehendc Gottes-Hörigkeit unseres ganzen Wesens und Daseins. ״Gedenket dieses Tages, an welchem ihr aus Mizrajtm, aus" der Sklavenbeimath gezogen, daß בחזק יר Gott euch von hier geführt; und darum werde kein חמץ genossen!" Das חמץ-Verbot und der מצח-Genuß am Feste der Erlösnug vergegenwärtigt eben die vollendete Ohnmacht unserer Väter in der Stunde der Erlösung. Sie aßen noch Sklavenbrod, als die Rettung da war, ja die Peitsche ihrer Herren war noch hinter ihrem Rücken geschwungen, als sie in die Freiheit zogen, sie gingen nicht in die Freiheit, sie wurden in die Freiheit getrieben, und ihre Dränger ließen ihnen nicht einmal Zeit, sich mit gehörigem Brod für die Wanderung zu

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