Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 7 (April 1857)
- Article
- Nissan
- Date
- 1857-04-01
- Page
- 333 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Die ארבעה בנים. 833 ״Weisheit spendende", ״Herz erfreuende", ״Augen erleuchtende", ״Beständigkeit gebende", ist noch den Enkeln wie den Ahnen der ״Schatz köstlicher als Gold", die ״Getsteskost süßer als Honig"; und ob du zum hundertsten Male an die Erfassung seiner Worte, an die Betrachtung seiner Institutionen gehst, es will nicht nur immer neu sein, es ist dir immer neu. Immer neue Seiten bieten sich deiner Betrachtung, immer neue Schönheiten erschließen sich deinen Gedanken, und je vertrauter du mit ihm wirst, je weniger satt wirst du, aus seinem Born zu schöpfen. So vor Allem die Feste, die dieses Gottes-Gesetz uns gebracht. Jeder Festtag, jeder. Sabbath leuchtet dir in neuem ״bräutlichen Glanze" und ladet dich zur neuen Vermählung deines ganzen Dasetns mit dem Geiste göttlicher Wethe, den er bringt. Siehe׳ diese Immortellen im bräutlichen Stegeskranze der ewig jungfräulichen Tochter Zions! Sic haben ihre belebende verjüngende Kraft bewährt in all den dahtngegangenen sturmreichen Jahrhunderten. Sie haben sie bewährt in der heiter kräftigen Aufrechthaltung eines ganzen Volkes auf dem thränenbesäeten Prüfungsganze eines weltgeschichtlichen Berufs, wie ihn kein zweites auf Erden zu bestehen hatte. Wie auch die Woche, das Jahr sich gestaltet haben mochte, der Sabbath, die Festtage kamen und von ihrem göttlichen Zauber berührt, erstand das jüdische Volk immer neu, wie eine Königin unter den Nationen. Vergleicht diese Feste mit allem Festlichen, was seit Jahrtausenden der Wahn und der Dünkel oder der gute Wille dem Sterblichen zum ״ewigen" Andenken und zur ״beglückenden" Feier im Kreise der Menschen gestiftet, und zweifelt an ihrem göttlichen Ursprung! Und nun erst dieses Fest aller Feste, dieses Geburtssest des jüdischen Volkes, Peßach, die Frühltngsfeier der unsterblichen GotteSgemeine! So wird kein neugekrönter König zum erstenmal in seinem Reiche empfangen, wie nun schon zu mehr als dem dreitausend einhundertsten Male Israel diesem Feste seinen Empfang bereitet! Wo ist der Fürst, dem entgegen so ein ganzes Volk in allen seinen Gliedern jede Hütte, jedes Haus in wochenlanger Vorbereitung zu Hüldigungsstätten umwanbelte, und emsig bemüht wäre, aus dem unscheinbarsten Winkel jede Spur zu entfernen, die nicht das Gepräge seiner Huldigung trüge! Wo ist der Fürst, dem aus Miüio- 10*