Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 6 (März 1857)
- Article
- Adar
- Date
- 1857-03-01
- Page
- 278 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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278 Arat. Hütte zum Tempel, seinen Tisch zum- Altar zu gestalten, seinem ganzen Leben die Opfcrweihe aufzudrücken und auch zu dem Vereinzeltsten zu sprechen; בכל המקום אשר אזכיר את שמי אבוא אליך וברכתיך, überall, wo ich dich kräftige meines Namens zu gedenken, da komme ich auch zu dir und gebe dir Segen! Eben diese דחיהם שונות מכל עם, diese absonderlichen jüdischen Gesetze sind es auch allein, in welchen der Jude, dieses Wunder der Geschichte, dieses Räthsel unter allen geschichtlichen Erscheinungen, seine Lösung und Erklärung findet. Sie allein machten es möglich, daß der Jude Land und Boden, Staat und Macht verlieren, und doch alle Staaten und Mächte in seiner Eigenthnmlichkcit über» dauern, und in jedem Lande und auf jedem Boden seine Eigenthümlichkett fortentwickeln konnte. Sie sind ja eben der geistige Boden, den der Jude unverlierbar überall mit sich hintrug, ans denen er seinen Geist und seine Kraft, seine Heiterkeit und seinen Muth, seine Beseligung und Begeisterung schöpft, und die, wenn er sie übt, sein ganzes Leben also mit dem Gottsgedanken erfüllen, daß dieser Gottesgedanke sein Schild und Panzer, sein Schwert und Speer, sein Wanderstab und der Paradiesesbaum seines Lebens wird. Diese רתיהם שונות מכל עם, diese seine absonderlichen Gesetze — nicht seine synagogalen Andachtsstundensind es ja auch endlich, durch welche der Jude das leuchtende Beispiel einer Hingebung an Gott sonder Gleichen giebt, durch welche er vor den Augen aller Welt zu zeigen hat, was cs heißt Gott verehren, was es heißt Gott gehorchen, welcher Ernst in dem Gedanken der Psiicht liegt, wie es nicht genügt, Gott als Schöpfer und Erhalter des Daseins zu verehren, sondern Gott Gesetzgeber des Lebens sein will, ihm jeder Gedanke und jedes Gefühl, jede Empfindung und Regung, jedes Wort und jede That heilig sein soll, wie Gottes Herrlichkeit nur dann segnend bet uns einkehrt, wenn wir ihm alle unsere Hütten und unsere ganze Lebenshüttc erbauen und uns sein Wohlgefallen, sein Wille mehr gilt, als Lob und Tadel der Menschen, als das Beisallslächeln der Sterblichen, und wir bereit sind un> seinetwillen, um der Erfüllung seines Gesetzes, um der Heiligung seines Namens willen, uns in Gegensatz zur ganzen Welt zu setzen und Alles, was dem Menschen theuer ist, Bequemlichkeit und Genüsse, Wünsche und