Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1857)
- Article
- Der Ghetto und die Juden in Rom
- Date
- 1857-02-01
- Page
- 260 (sequence 6)
- Language
- German
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26Ö ' Der Ghrüil Mb 88 Zubin in Rom. leichterniigeN, welche die Hedkäer geNösseN hätten; er untersagte ihren Aerzten, Chrtsteä zu behänbeln, vttövt ihnen jegliches Giwerbk üitd Handwerk, den itaiif unbeweglicher Güter; er vermehrte ihre Tribute und Abgaben und untersagte ihnen den Verkehr mit den Christen. Selbst den Titel Don, Welchen einzelne Juden nach sstä-- Äscher und portugiesischer Sitte sich beilegte», verbot et. Sie dölltg bbn den Christen zu scheiden, legte iv den Juden äuf, sich außerhalb des Ghetto nicht anders sehen zu lassen als mit einem gelben Hut und mit einem gelben Schleier, jener für den Mann, dieser für das Weib. ״Deük", sägte die Bulle, ״es ist gar zii abgeschckackt und unziemlich, daß die Juden, welche eigene Schuld in ewige Knechtschaft gestürzt hat, iiiiter dem Vorwand, daß christliche Barmhetzigkeit sie aufgenvuittieusich Frechheiten Unmaßen, als tritt Chrw sten vermischt zN wohnen, kein Abzeichen zu tragen, christliche Diener zu haben, jä sogar Hüüser zu kaufen." Endlich etrichtete Paul IV. den Ghetto oder Judenzwiuger. Bis auf seine Zeit hätten die Juden die, wenn auch nicht anszesprochene Freiheit , überall in Rdm zu wohnen; natürlich wohnten stk seht selten in der Mitte der Stadt, Noch unter den Christen, ihrtn Hassernzerstreut, sondern hielten sich beieinander im Trustevete Und an öciti Ftiißufer bis zu der Brüste des Kaisers Hadrian. NÄiuehr wies ihnen der Papst, nach Art der Venetiäner, ein streng äHgesperrtes Hwitirtiet an,- welches wenige eiige und ungesunde Straßen NWittelbür an dem Tibcrstuß umfaßte uüd von dir Brüste Lu,attrö Cäpi bis zu dem heutigen Plätz der ThräNen reichte. Mauern oder Thore, welche bewacht wurden, sperrten das Jndcnüiertel. Man nannte es züerst Viens elnäNtzcitnÄ, dann kain der Name Ghetto dafür auf, der nicht mit der vcnetiaNischen Benennung EinZkiöou zUsammenznhäiigeN scheint und wahrscheinlich aus dem talwiidischen Wort Ctstöt gebildet ist, welches Absonderung heißt. Es war am 26. Ziiti 15'5stals die Juden tstbms in diesen Ghetto zdgeii, weinend und seilfz'eüd wie ihre Vorfahren, bä tnäü sie in die GestiUgeNschuft führte. So war Paul IV.- Caräffa der gräusäwe Phärao für die Juden Rbws, wefchcr sib in den scheußlichen Kerker des Ghetto zusammendrängte uüd sie nunmehr all den Äebelit aussttzte, die ät'rS dinl Mäügel än Wätim Und aus der Niedern Lage der-WohNungen ttm